Eislöwe Siddall verzweifelt: Hund Roger immer noch verschwunden

"Roger" ist der Hund der Familie, er trägt allerdings aktuell kein Halsband.
"Roger" ist der Hund der Familie, er trägt allerdings aktuell kein Halsband.

Dresden - Auch am Dienstag geht die fieberhafte Suche nach dem Hund von Eislöwen-Spieler Matt Siddall (32) weiter.

Die beiden suchten zusammen mit Freunden und Teamkollegen bis in die Nachtstunden nach ihrem geliebten Roger (7), einem Rodhesian Ridgeback. "Leider konnte der Hund immer noch nicht gefunden werden. Er wurde im Laufe des Montags an vielen Stellen in der Stadt gesehen, doch gestoppt werden konnte er nicht. Es soll auch niemand versuchen, ihn einzufangen, weil man nicht weiß, wie er jetzt reagiert, er ist sicher sehr aufgewühlt durch die ganze Situation", erklärt Eislöwensprecherin Eva Wagner am Dienstagmorgen.

Am Montag stand kein Training auf dem Plan, dafür dann aber eine schon fast "teambildende" Maßnahme, auf die die Siddalls sicher hätten verzichten können. Sie gehen davon aus, dass Frau Rena die Wohnungstür nicht richtig verschlossen hatte, der Hund somit ausbüxen konnte. Wie er allerdings durch die Haustür nach draußen gelangte, ist unklar.

Am Dienstag zeiget Coach Franz Steer Hundeherz, er setzte das Athletik-Training am Morgen ab, damit die Mannschaft weiter nach Roger suchen kann. Ob es am Nachmittag eine Einheit auf dem Eis geben wird, ist noch unklar.

Der Hund ist der Stolz der Familie, alle sind natürlich ganz vernarrt in ihn und bisher war er zusammen mit Matt in Cortina, Ritten, Innsbruck, Dornbirn und Graz, wo er vor seinem Engagement bei den Eislöwen spielte.

Auf und in diversen Facebookseiten- und Gruppen ist die Hilfe riesengroß, zahlreiche Menschen fahren immer wieder an Orte, wo er zuletzt gesehen wurde. Die letzte Info stammt von 19 Uhr, da soll "Roger" an der Leipziger Straße gewesen sein. Sein Herrchen Matt setzte sich dann eine Weile an die Elbe am "Pier15", in der Hoffnung, dass sein Hund ihm eventuell zulaufen würde.

Stimmen die Darstellungen auf Facebook, so war sein Reißaus bereits sehr gefährlich, denn ein Mann berichtete, wie "Roger" fast vor einen Flixbus am Hauptbahnhof gelaufen wäre.

Auch am Dienstag gilt, wer etwas im Stadtgebiet sieht, sollte nicht versuchen, den Hund einzufangen, sich aber telefonisch bei Frau Siddall (0152/05295734 - die Familie spricht ausschließlich Englisch) oder bei Eislöwensprecherin Eva Wagner (0174/8361208) melden.

Update, 18.53 Uhr: Nach wie vor ist der Hund nicht zu stoppen. Zwischendurch war der Ridgeback am Flughafen sogar auf die Autobahn gelaufen, dort sichteten ihn ein Eislöwen-Mitarbeiter und auch die Polizei, doch beide verloren seine Spur wieder. Aktuell wird der Hund rund um den Flughafen vermutet, es gibt auch mehrere Bilder von ihm im Netz, er lief im Laufe des Tages sogar gefährlich nahe an Bahngleisen. Siddall und seine Frau warnen noch einmal eindringlich davor, den Hund selbst einfangen zu wollen, er ist orientierungslos und verängstigt und ist selbst vor Matt weggelaufen. Wer ihn sieht, soll versuchen, ihm Trinken oder Essen in der Nähe von Gärten oder Garagen zu hinterlassen, damit er sich vielleicht dorthin orientiert.

Eislöwen-Trainer Franz Steer hatte im Übrigen auch die zweite Trainingseinheit am Dienstag abgesetzt, damit die ganze Mannschaft nach "Roger" suchen kann.

Update, 20.35 Uhr: Mittlerweile hat der "Suchtrupp" der Eislöwen Hilfe bei einem professionellen Hundefänger gesucht. Der rät ebenfalls, nicht weiter zu versuchen, das Tier einzufangen, oder ihn zu rufen. Die Mannschaft hat an einigen Stellen, wo der Hund zuletzt gesichtet wurde, Futterstellen eingerichtet. Diese müssten allerdings mit Kameras überwacht werden, um festzustellen, wo "Roger" ist. Mit Einbrechen der Dunkelheit wird die Suche immer schwieriger.

Update, 21.17 Uhr: Die Familie ist nun zu Hause. Die Suche nach Roger wird morgen bei Tageslicht fortgesetzt, dann unter der Anleitung der professionellen Hundefänger. Die Familie hofft, dass ihr Hund so gefunden werden kann.

Familie Siddall bei ihrer Ankunft in Dresden mit Geschäftsführer Volker Schnabel.
Familie Siddall bei ihrer Ankunft in Dresden mit Geschäftsführer Volker Schnabel.  © Eislöwen

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