DRK-Wasserwacht kann Tote jetzt besser orten

Dresden - Die DRK-Wasserwacht Dresden hat technisch aufgerüstet. Der Kreisverband kann künftig mit einem Spezial-Sonargerät auf Vermisstensuche gehen.

Trockenübung: Wasserwachts-Kreisleiter Martin Zavesky (38, re.) und Einsatzkoordinator Christoph Frömter (27) checken die neue Technik.
Trockenübung: Wasserwachts-Kreisleiter Martin Zavesky (38, re.) und Einsatzkoordinator Christoph Frömter (27) checken die neue Technik.  © Ove Landgraf

Taucher können vermisste Personen bei Suchaktionen auf der Elbe oder Badeseen schneller aufspüren - und im besten Falle Leben retten.

"Mittels Schall spürt das Gerät unter Wasser Dinge wie auch Personen sehr genau auf und unterstützt unsere Wasserretter und Taucher bei einer zielgenauen Suche nach Vermissten“, sagt der Kreisleiter der Wasserwacht, Martin Zavesky (38).

Die Schallwellen können nach rechts und links ausstrahlen. "Somit kriegen wir ein räumliches Bild vom Grund."

Wie wichtig diese Anschaffung ist, haben mehrere Unfälle in Gewässern in den letzten Jahren gezeigt. Die lange Ungewissheit ist sowohl für Angehörige als auch für Einsatzkräfte nervenzehrend.

"Erst im vergangenen Jahr gab es in der Johannstadt einen Fall, da hat die Suche fast zwei Wochen gedauert. Das ist für alle Beteiligten schwierig", sagt Zavesky.

Derzeit werden die ehrenamtlichen Wasserretter im Umgang mit dem Sonar geschult. Die Finanzspritze für die rund 2000 Euro teure Technik kam übrigens durch eine Förderung der GlücksSpirale.

Ein Display macht sichtbar, was das Sonar unter Wasser "entdeckt".
Ein Display macht sichtbar, was das Sonar unter Wasser "entdeckt".  © Ove Landgraf

Titelfoto: Ove Landgraf

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