Drogensumpf Wiener Platz! Jetzt hat Dresden einen neuen Plan

Sicher und drogenfrei soll der Wiener Platz werden: Tausende Touris und Einheimische passieren jeden Tag Dresdens "Visitenkarte".
Sicher und drogenfrei soll der Wiener Platz werden: Tausende Touris und Einheimische passieren jeden Tag Dresdens "Visitenkarte".  © Ove Landgraf

Dresden - Eine offene Drogen-Szene wie im Bahnhofsviertel in Frankfurt am Main gibt es in Dresden nicht.

Damit es am Wiener Platz nicht so weit kommt, stellten Rathaus und Polizei ihr neues Konzept vor, wie sie den Drogensumpf trocken legen wollen.

"Der Wiener Platz ist die Visitenkarte für die Stadt", sagte Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel (50, CDU).

Doch bislang konnten Razzien der Polizei weder Dealer noch Käufer abschrecken, den Handel mit Gras und Crystal einzustellen. Künftig setzen die Behörden auf drei Säulen: "Vorbeugen, Helfen, Unterbinden". Sozialarbeiter sollen vor Ort vor allem Käufer ansprechen, damit diese gar nicht erst abhängig werden.

Eine Anlaufstelle für Suchtabhängige soll eingerichtet werden, auch um die Nachfrage zu senken. Baulich soll der Platz attraktiver werden (Grünflächen, Spielgeräte), dunkle Ecken verschwinden.

Gemeinsame Streifen von Polizisten und Ordnungshütern soll es verstärkt und auch nachts geben. Mitte Januar wird das Konzept im Stadtrat vorgestellt.

Gemeinsam gegen Drogen-Kriminalität: Mitte-Revierleiter André Marschke (48, v.l.), Sozialbürgermeisterin Kristin Kaufmann (41, Linke) und Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel (50, CDU).
Gemeinsam gegen Drogen-Kriminalität: Mitte-Revierleiter André Marschke (48, v.l.), Sozialbürgermeisterin Kristin Kaufmann (41, Linke) und Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel (50, CDU).  © Ove Landgraf

WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0