Dresdner Drogendealer ließ sich vom Paketdienst beliefern

Dresden - Wenn der Postmann zweimal klingelt: Per Paketdienst DPD soll sich Philip P. (25) Marihuana nach Dresden liefern lassen haben.

Der Prozess gegen Philip P. (25) begann am gestrigen Dienstag am Landgericht Dresden.
Der Prozess gegen Philip P. (25) begann am gestrigen Dienstag am Landgericht Dresden.  © Holm Helis

Jetzt sitzt der Mechatroniker wegen des Handels mit 200 Kilo Drogen auf der Anklagebank im Landgericht Dresden.

"Der Angeklagte kümmerte sich um die Organisation und Bezahlung der Drogen", so der Staatsanwalt. Ein Jahr lang bestellte Philip demnach bei Zulieferern in Frankfurt/Main oder in Spanien.

Anfangs kamen die 10-Kilo-Pakete über einen Kurier, der die Lieferung am Martin-Luther-Platz an Philip übergab. Später trafen die Pakete per DPD ein.

Strohmänner hätten jeweils unter falschem Namen die Sendungen entgegengenommen. Sogar eine Wohnung wurde angemietet, damit die Ware dorthin geliefert werden konnte.

Weilte Philip im Ausland, verkauften laut Anklage Strohmänner die Ware in seinem Auftrag.

Im Februar wurde ein Helfer samt Lieferung geschnappt. Seit Mai sitzt Philip P. hinter Gittern. An den kommenden sechs Prozesstagen bis Anfang März hat er Gelegenheit, sich zu den Vorwürfen zu äußern.

Kiloweise ließ sich der Angeklagte Marihuanaplatten per Post liefern (Symbolbild).
Kiloweise ließ sich der Angeklagte Marihuanaplatten per Post liefern (Symbolbild).  © imago stock&people

Titelfoto: Holm Helis

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