Unglaublich abgezockt! Ivana feiert tolles Comeback beim Dresdner SC

Ivana Mrdak (r.) machte fünf Blockpunkte und avancierte mit insgesamt 18 Punkten zur Dresdner Topscorerin.
Ivana Mrdak (r.) machte fünf Blockpunkte und avancierte mit insgesamt 18 Punkten zur Dresdner Topscorerin.  © Lutz Hentschel

Dresden – Alex Waibl war nach dem nervenaufreibenden 3:2-Erfolg seiner Mannschaft gegen Erzrivale Schweriner SC völlig tiefenentspannt. "Genießt den Sieg, feiert ein bisschen und lasst das Spiel in Ruhe sacken“, sagte der DSC-Chefcoach seinen Schmetterlingen.

Die hatten im Bundesliga-Gipfeltreffen Großes geleistet. Mareen Apitz & Co. hatten aufopferungsvoll gekämpft, einen 1:2-Satzrückstand weggesteckt, im vierten Durchgang drei gegnerische Matchbälle abgewehrt und am Ende des Fünf-Satz-Krimis für die erste Saisonniederlage des Titelverteidigers und Tabellenführers gesorgt.

"Wir haben nie aufgegeben. Wir haben variabler gespielt, waren damit schwerer ausrechenbar und haben im Angriff weniger Fehler als Schwerin gemacht", nannte Waibl als wichtigste Gründe für den Erfolg im Ost-Klassiker.

Einer der Gründe war aber auch Ivana Mrdak. Die serbische Mittelblockerin feierte nach überstandener Handverletzung ein überragendes Comeback. Sie machte fünf Blockpunkte, schlug super auf und avancierte mit insgesamt 18 Punkten zur Dresdner Topscorerin. „Ivana ist ein Riesentalent. Sie ist groß, kann den Ball kontrollieren und zeigt sich unglaublich abgezockt. Seit zwei Wochen trainiert sie wieder richtig mit. Jetzt ist sie auch voll fit“, freut sich Waibl über die 24-Jährige, die er erst im Sommer verpflichtet hatte.

Schwerins Topscorerin und wertvollste Spielerin war Louisa Lippmann. Mit 28 Zählern war sie vor 3000 Zuschauern in der ausverkauften Margon Arena die überragende Punktesammlerin des Abends, die "big points" gelangen ihr aber nicht.

"Wir haben ein paar Fehler zu viel gemacht und sind nach der Niederlage natürlich enttäuscht", sagte die Ex-DSCerin. "Aber wir haben zumindest einen Punkt aus einem sehr guten Spiel mitgenommen und wissen jetzt, woran wir bis zum 20. Dezember noch arbeiten müssen." In knapp zwei Wochen stehen sich beide Mannschaften in der Margon Arena erneut gegenüber. Dann geht es im Ost-Klassiker um den Einzug ins Pokalfinale.

Die Partie wird live bei Sport1 übertragen und verspricht erneut gute Einschaltquoten. Den Dresdner 3:2-Sieg am Mittwochabend sahen trotz Fußball-Champions-League im ZDF 210.000 Zuschauer in der Spitze und 150.000 im Schnitt.

Die Ex-Dresdnerin Louisa Lippmann  (li.) war die überragende Spielerin auf dem Parkett, konnte die Schweriner Niederlage nicht verhindern.
Die Ex-Dresdnerin Louisa Lippmann (li.) war die überragende Spielerin auf dem Parkett, konnte die Schweriner Niederlage nicht verhindern.  © Lutz Henschel

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