DVB testen "Geisterbusse": Wie sicher ist das Fahren ohne Fahrer?

Der kleine Bus braucht keinen Fahrer, lenkt "autonom" und düst mit Strom.
Der kleine Bus braucht keinen Fahrer, lenkt "autonom" und düst mit Strom.  © Steffen Füssel

Dresden - Dieser Bus fährt seine Fahrgäste in die Zukunft! Kein Lenkrad, kein Gaspedal, kein Fahrer. Dafür jede Menge Sensorik: Der selbstfahrende, sprich „autonome“ Bus „Trapizio“ fand am Dienstag den Weg auf dem DVB-Betriebsgelände komplett allein.

DVB-Vorstand Andreas Hemmersbach (49): „Nach nur einem Tag Einrichtungszeit präsentieren wir in unserem Betriebshof die erste fahrerlose elektrische Buslinie Dresdens.“

Auf der Straße dürfte der Bus so noch nicht fahren, die Gesetzgebung ist noch nicht so weit. „Unsere Technik zeigt, dass ‚autonomes Fahren‘ gelingt“, ist Trapeze-Chef Peter Schneck (46) von seinem autonomem Bus überzeugt.

Drei Sicherheitssysteme steuern den Bus: GPS, Laser und eine Wärmebildkamera. Dazu kommt als vierter Bewacher ein Mitarbeiter der Leitzentrale.

Platz für elf Fahrgäste bietet der autonom fahrende Bus.
Platz für elf Fahrgäste bietet der autonom fahrende Bus.  © Steffen Füssel

Die Geschwindigkeit im Passagierbetrieb beträgt zunächst 25 Kilometer pro Stunde.

Die Praxis beweist es: In Frankreich düsen die elektrisch angetriebenen 11-Sitzer schon bei einigen Atomkraftwerken umher.

In den USA will ein Freizeitpark 40 Busse anschaffen.

In Dresden sieht Hemmersbach vor allem die Anbindung an Endstationen als Chance für den selbstfahrenden Bus.

Das bestätigt Verkehrsbürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (40, Grüne):

„Dort wo Buslinien unrentabel sind, könnte perspektivisch dieser Mini-Bus das ÖPNV-Angebot ergänzen und erweitern.“

Yannik Büzberger (26), Mitarbeiter bei Trapeze, zeigt die Technik in dem selbstfahrenden Bus.
Yannik Büzberger (26), Mitarbeiter bei Trapeze, zeigt die Technik in dem selbstfahrenden Bus.  © Steffen Füssel

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