Vor den Augen seines Vaters! Benatelli heiß auf Sandhausen

Deutlich mehr als nur ein Hütchenaufsteller: Rico Benatelli ist zwar mehr 
Künstler als Malocher, sich aber für die „Drecksarbeit“ trotzdem nicht zu 
schade.
Deutlich mehr als nur ein Hütchenaufsteller: Rico Benatelli ist zwar mehr Künstler als Malocher, sich aber für die „Drecksarbeit“ trotzdem nicht zu schade.  © Lutz Hentschel

Dresden - Wenn Dynamo Samstag ab 13 Uhr einen gelungenen Beitrag zum Stadtfest leisten will, ist einer besonders heiß: Rico Benatelli. Denn der Mittelfeld-Regisseur hat in seiner Karriere bisher noch nie gegen den SV Sandhausen gewonnen.

„Ich weiß auch nicht, meistens saß ich gegen die auf der Bank. Meine Bilanz ist jedenfalls negativ“, meint der 25-Jährige zu seinem „SVS-Fluch“. Dass sein neuer Trainer auf ihn verzichten könnte, ist jedoch praktisch ausgeschlossen.

Zu überzeugend waren bisher die Auftritte des Neuzugangs aus Würzburg. „Zu 100 Prozent“, sagt Uwe Neuhaus, habe Benatelli bisher den Erwartungen an ihn entsprochen. „Ich weiß, was ich an ihm habe, er passt einfach in unser System. Er ist ein Spieler, der gerne den Ball besitzt, der mannschaftsdienlich agiert, Tore vorbereitet.“

So wie beim 2:2 auf St. Pauli, als Benatelli seinen Kapitän Marco Hartmann aus dem Augenwinkel heraus mustergültig bediente. Für solche Aktionen braucht man ihn hier. „Bena“ ist auf dem Platz zwar kein Usain Bolt, spult dennoch ein enormes Laufpensum ab. Und ist eben immer gut für den einen tödlichen Pass.

Die Motivation dafür dürfte gegen den SVS noch höher sein. Schließlich sitzt heute Frank Benatelli im DDV-Stadion. Der Ex-Bundesliga-Profi feiert auch noch seinen 55. Geburtstag. „Mein Vater ist mein größter Kritiker. Von ihm bekomme ich immer eine ehrliche Meinung“, meint Rico, der selbst kein Profi von der Stange sein will. Auf Statussymbole kann er gut und gerne verzichten. Zum Training kommt er deshalb mit einem Mini-Cooper statt einer teuren Karosse. Oder wie Freitag eben mit dem Fahrrad.

„Es gibt auch ein Leben nach dem Fußball“, begründet er seine Bodenhaftung. Heute darf er sich auf dem Platz aber gerne vom Rest abheben.

Mut zur Lücke: Rico Benatelli (l.) nimmt es wie hier gegen Duisburg auch 
schon mal mit drei Gegenspielern auf.
Mut zur Lücke: Rico Benatelli (l.) nimmt es wie hier gegen Duisburg auch schon mal mit drei Gegenspielern auf.  © Lutz Hentschel

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