Das fordert Dynamo-Kapitän Hartmann jetzt von seiner Mannschaft

Der Käpt'n läuft vorneweg: Marco Hartmann (M.) ist bei Dynamo mittlerweile der unumstrittene Chef.
Der Käpt'n läuft vorneweg: Marco Hartmann (M.) ist bei Dynamo mittlerweile der unumstrittene Chef.

Dresden - Er hat bei Dynamo schon alles mitgemacht: Abstieg, Neuanfang, Aufstieg, erfolgreiches Zweitligajahr. Kapitän Marco Hartmann ist mittlerweile der dienstälteste Spieler der Schwarz-Gelben. TAG24 sprach mit dem 29-jährigen.

TAG24: Die ersten Einheiten der Vorbereitung stecken in den Knochen - wie geht‘s Ihnen?

Hartmann: „So langsam merkst du, dass es anstrengend wird, dass man ein bisschen müde ist, dass es schwerer fällt, sich zu konzentrieren. Aber bis jetzt habe ich einen ganz guten Eindruck, dass alle versuchen mitzuziehen so weit wie‘s geht.“

TAG24: Welchen Eindruck machen die Neuen?

Hartmann: „Menschlich sehr positiv. Wäre aber auch schlimm, wenn sich einer negativ präsentiert in der ersten Woche.“

TAG24: Was erwarten Sie von der neuen Saison?

Hartmann: „Erstmal eine gute Vorbereitung spielen. So viel wie möglich gesund bleiben. Das ist wichtig. Wir sind grade noch so ein kleiner Kreis. Was ganz angenehm ist, weil jeder das Gefühl hat, er ist direkt dran und dabei. Wir wollen eine gute Vorbereitung hinlegen, damit wir mit dem Selbstvertrauen, das wir letztes Jahr entwickelt haben, in die ersten Punktspiele gehen können.“

Marco Hartmann wird mit Dynamo auch in der kommenden Saison die eine oder andere Hürde nehmen müssen.
Marco Hartmann wird mit Dynamo auch in der kommenden Saison die eine oder andere Hürde nehmen müssen.  © Lutz Hentschel

TAG24: Duisburg, St. Pauli, Sandhausen - wie schätzen Sie das Auftaktprogramm ein?

Hartmann: „Letztes Jahr war bei uns natürlich der Respekt vor den Namen bisschen größer, das muss man einfach so sagen. Wichtig ist, dass das nicht in Überheblichkeit umgewandelt wird. Sondern einfach in Selbstvertrauen, dass wir auch gegen die Mannschaften unsere Punkte einfahren können, was wir letztes Jahr gezeigt haben. Das muss so der Schlüssel sein. Nicht, dass man denkt: Machen wir schon.“

TAG24: Im Umkehrschluss heißt das aber auch, dass Dynamo von Saisonbeginn an von den Gegnern ernster genommen wird.

Hartmann: „Das mag sein. Ich weiß nicht, wie die Gegner sich letztes Jahr auf uns vorbereitet haben. Ich denke, so blauäugig ist keiner. Es ist ja nicht so, dass wir gegen Duisburg spielen und sagen: Okay, die hau‘n wir mal weg. Die nehmen wir auch schon ernst. Deswegen wird sich nicht wahnsinnig viel ändern. Vielleicht werden sich die Gegner aber noch besser auf unsere Spielweise einstellen.“

TAG24: Sie gehen bereits in Ihre fünfte Saison bei Dynamo. Von den Spielern ihres ersten Jahres ist kein einziger mehr da. Ist Ihnen das bewusst?

Hartmann: „Sind doch alle noch da - Tobi Lange, Börni, Ralf... Ach nee, der war damals noch nicht da. Aber im Ernst: Das bringt das Geschäft mittlerweile so mit sich. Das ist nicht schön, weil: Wo soll dann die Identifikation herkommen? Aber es ist halt so.“

TAG24: Muss man sich nach den Abgängen einer ganzen Reihe von Stammkräften Sorgen machen?

Hartmann: „Man muss sich nur an letztes Jahr erinnern, da müssen sich die Fans also keine Sorgen machen. Wir geben Gas. Und wie es Ralf oder der Trainer schon gesagt haben: Die Qualität der Leute, die schon da sind, ist richtig gut. Vielleicht reicht es nicht über die ganze Saison, dass du nur 21 Spieler hast. Aber deswegen mache ich mir da keine Sorgen.“


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