Eigene Handball-Kameraden beklaut: Klammer Kassenwart griff in die Kasse

Dresden - Seit seinem 17. Lebensjahr spielte Alexander H. (25) Handball beim SV Lokomotive Königsbrück. So erklärte er sich auch bereit, ab 2017 den freien Posten des Kassenwarts zu übernehmen. Allerdings nutzte er das Vereinskonto immer mehr für sich selbst.

Der Prozess lief am Amtsgericht Dresden.
Der Prozess lief am Amtsgericht Dresden.  © Marko Förster

"Ich habe das gemacht, weil kein anderer wollte", sagt der Informatik-Student zu seinem damaligen Posten. "Ich gebe das auch alles zu, habe aber schon einiges zurück überwiesen und werde es mit dem offenen Rest auch noch tun."

Wegen ständig knapper Kasse habe er damit private Löcher gestopft. Die Staatsanwaltschaft hatte ihm neun Griffe in die Kasse vorgeworfen, insgesamt 2810 Euro.

Immerhin hatte der Ex-Kassenwart auch schon 2500 Euro wieder zurückgezahlt. Dazu kommt, dass eine Abhebung von 200 Euro tatsächlich für den Geburtstag eines Vereinskameraden und damit legal war. Trotzdem blieb es bei siebenfacher Unterschlagung.

Ärgerlich für den Verein: Einige Überweisungen wurden nicht ausermittelt. So wurde mit der Vereins-Karte auch in Tabakläden und Supermärkten bezahlt.

"Das waren nur kleine Beträge, aber das läppert sich auch", so Vereins-Chef André S. (36). "Dazu kommt noch, dass die Handkasse des Vereins leer war." Mehr als 3700 Euro waren darin, angeklagt war dieser Fall jedoch auch nicht.

Zur Handkasse wollte sich Alexander H. nicht äußern. Für die Untreue erhielt er jedoch Mittwoch 110 Tagessätze zu je 20 Euro gilt damit als vorbestraft.

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