"Einsatzkräfte sensibilisiert": Polizei greift bei PEGIDA durch

Dresden - Am Montagabend verhinderte sie die Demo einer Gruppierung mit volksverhetzenden Schriften, schnappte in der Masse der PEGIDA-Demonstranten einen Schläger (59) von Chemnitz und trennte aktiv die sich angreifenden Lager.

Die Polizei greift auf den wöchentlichen PEGIDA-Demos bei Bedarf härter durch.
Die Polizei greift auf den wöchentlichen PEGIDA-Demos bei Bedarf härter durch.

Dass eine 58-Jährige erneut mit ihren Flyern und Postkarten mit volksverhetzenden rechten Parolen auftreten konnte, hatte die Polizei bereits im Vorwege verhindert.

Die Prüfung des Materials führte zu einer Strafanzeige gegen die Frau.

Schnelles Handeln zeigten die Polizisten auch bei der Entdeckung eines Aggressors von Chemnitz:

Unter den Pegidisten erkannte ein Beobachter einen Mann (59) wieder, der dort am 1. September einen Journalisten mit einer Fahnenstange geschlagen hatte. Er belegte das mit einem Video. Die Polizei nahm die Personalien auf. Schon am vergangenen Montag hatten die Beamten in Dresden einen 65-Jährigen vorläufig festgenommen, der in Chemnitz zugeschlagen hatte.

Außerdem zogen die Polizisten eine 21-jährige um sich schlagende Gegendemonstranten aus der PEGIDA-Demo und hielten sieben Demonstranten von ihr fern. "Die sächsische Polizei steht seit einigen Wochen unter Beobachtung. Wir haben unsere Einsatzkräfte sensibilisiert", so Polizeisprecher Thomas Geithner (44). Insgesamt waren 188 Polizisten im Einsatz.

Die Einsatzkräfte wurden sensibilisiert, sagt Polizeisprecher Thomas Geithner (44).
Die Einsatzkräfte wurden sensibilisiert, sagt Polizeisprecher Thomas Geithner (44).  © Norbert Neumann

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