Nach Sperrung für Schiffe: Hier fischt die "Biela" den Elb-Brocken raus

Dresden - Die Durchfahrt unter der Augustusbrücke in Richtung Tschechien ist wieder frei (TAG24 berichtete). Einen Riesenstein fischten Mitarbeiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts (WSA) am gestrigen Mittwoch aus der Fahrrinne.

Mit dem Peilrahmen durchpflügten die WSA-Mitarbeiter das Wasser nach dem Steinquader.
Mit dem Peilrahmen durchpflügten die WSA-Mitarbeiter das Wasser nach dem Steinquader.  © Ove Landgraf

Einen knappen Meter lang und gut 30 mal 30 Zentimeter breit war der Steinquader, der am gestrigen Mittwoch um kurz vor 12 Uhr am Greifer des Schiffes "Biela" hing.

Zudem wurden ein paar kleinere Steine "gefischt". Gleich zwei Boote des WSA waren im Einsatz: seit 9.30 Uhr war Peilschiff "Jana" mit einem Peilrahmen (Metallgerüst) unter dem Brückenbogen unterwegs, durchpflügte das Wasser wie mit einer Harke. Tatsächlich fuhr "Jana" mit dem Rahmen gegen einen Widerstand.

Dann kam "Biela" mit dem Greifer zum Einsatz, zog den Brocken aus dem Wasser. Kurz nach 13 Uhr wurde die Strecke wieder freigegeben. "Wenn der Brocken senkrecht stehen geblieben wäre, hätte ein Schiff drauffahren können", so Karsten Wild, stellvertretender Leiter des WSA.

Der Sandsteinquader war am Dienstag bei Bauarbeiten auf der Augustusbrücke ins Wasser gefallen. Ob tatsächlich der richtige Stein erwischt wurde, vermochte Falk Al-Omary von der zuständigen Firma Hentschke Bau gestern nicht zu sagen: "Uns liegen keine Informationen vor, was aus der Elbe geborgen wurde."

Die Fahrrinne ist jedoch geprüft. Sollte tiefer noch etwas liegen, so gefährdet es die Schifffahrt nicht, bestätigt Karsten Wild.

Mit dem Greifer zogen Mitarbeiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts gestern einen Sandsteinbrocken aus der Elbe.
Mit dem Greifer zogen Mitarbeiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts gestern einen Sandsteinbrocken aus der Elbe.  © Ove Landgraf
Peilschiff "Jana" (r.) suchte zuerst, bevor "Biela" mit dem Greifer zum Einsatz kam.
Peilschiff "Jana" (r.) suchte zuerst, bevor "Biela" mit dem Greifer zum Einsatz kam.  © Ove Landgraf

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