Sechs Millionen Touristen-Übernachtungen, doch Dresden hat ein Problem!

Dresden - Neuer Rekord: Mehr als 2 Millionen Touristen zog es vergangenes Jahr nach Dresden und ins Elbland. Auch bei der Zahl der Übernachtungen konnte ein Allzeit-Bestwert erzielt werden.

Die Zahl der internationalen Touristen ist im vergangenen Jahr gestiegen. Bei Gästen aus Ostasien ist aber noch Luft nach oben.
Die Zahl der internationalen Touristen ist im vergangenen Jahr gestiegen. Bei Gästen aus Ostasien ist aber noch Luft nach oben.  © imago/ddbd

"Wir sind noch immer der Platzhirsch in Sachsen", stellt Dresdens Marketing-Chef Jürgen Amann (46) klar. "Auch wenn Leipzig in Sachen Tourismus dynamischer wächst."

Mit fast 6 Millionen Übernachtungen hat Dresden im Vergleich zum Vorjahr knapp 3 Prozentpunkte zugelegt. Im bundesweiten Vergleich reicht das für Platz 7 auf der Liste der beliebtesten Tourismus-Städte. Dresden liegt damit hinter Düsseldorf und vor Stuttgart und Leipzig.

Die meisten Touristen kamen aus dem Inland (82 Prozent), die Zahl der Übernachtungsgäste aus dem Ausland stieg allerdings um 5 Prozent. Mit 91.254 Übernachtungen auf Platz 1 liegt Polen, dicht gefolgt von den USA und der Schweiz.

"China ist allerdings ein Problemfall", so Amann. Die meisten Gäste aus Ostasien würden in Dresden nur einen Zwischenstopp auf dem Weg nach Berlin oder Prag einlegen.

Durch gezieltes Online-Marketing und die Bewerbung bei asiatischen Reiseveranstaltern soll den Chinesen die Destination schmackhaft gemacht werden.

Kritik gab's vonseiten des Marketing-Chefs an der Verkehrsanbindung: Sowohl per ICE als auch mit dem Flieger (Stichwort Germania-Pleite) sei die Stadt schlechter zu erreichen als etwa Leipzig.

Das Elbland konnte vor allem mit schönen Weinbergen (wie hier in Weinböhla) bei den Touris punkten.
Das Elbland konnte vor allem mit schönen Weinbergen (wie hier in Weinböhla) bei den Touris punkten.  © Elbland/Rainer Weisflog
Jürgen Amann (46), Geschäftsführer der Dresden Marketing Gesellschaft.
Jürgen Amann (46), Geschäftsführer der Dresden Marketing Gesellschaft.  © Stefan Bösl

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