100 Leute feiern am Elbufer illegale Party: Beamte mit Flaschen beworfen

In Dresden musste die Polizei zwei illegale Partys auflösen. (Bildmontage)
In Dresden musste die Polizei zwei illegale Partys auflösen. (Bildmontage)  © 123RF/DPA

Dresden - Am Wochenende hatte die Dresdner Polizei nicht nur beim Stadtfest alle Hände zu tun: Nebenbei mussten sich die Beamten auch noch um zwei illegale Partys kümmern, bei denen es für die Polizisten teilweise sogar gefährlich wurde.

Am Samstagabend ging es für die Einsatzkräfte mit mehreren Einsatzfahrzeugen ans Elbufer. Anwohner hatten sich über Krach im Bereich der Moritzburger Straße beschwert. Die Feierwütigen sollen mit Fahrzeugen und Notstromaggregaten vor Ort sein.

Als die Polizei am Grillplatz eintraf, stellte man neben etwa 100 Personen auch überlaute Musik fest. Plötzlich wurden die Beamten mit zwei Flaschen beworfen, die sie nur knapp verfehlten.

Schließlich gab sich ein 17-Jähriger als Verantwortlicher zu erkennen. Seine Personalien wurden aufgenommen. Die Party musste er beenden. Seine Gäste verließen das Elbufer.

Nur wenige Stunden später, gegen 1.25 Uhr, mussten die Beamten erneut ausrücken. Diesmal gab es Ärger in der Flutrinne. Beim Eintreffen wurde die Polizei schnell fündig: Auf einem Grundstück an der Grimmstraße war es deutlicher lauter als erlaubt.

Der Grundstückseigentümer hatte der Polizei bereits Tag zuvor von einer möglich Veranstaltung berichtet, die er allerdings untersagt hatte.

Vor Ort wurden eine 54-Jährige und ein 31-jähriger Mann als Verantwortlicher festgestellt. Sie gaben an, dass es sich nur um eine Geburtstagsfeier handeln soll. Das sahen die Beamten allerdings anders. Schließlich fand man auf dem Gelände eine Musikanlage, einen Getränkeausschank und sogar einen Sicherheitsdienst.

Nachdem weitere Beamte zum Unterstützung eintrafen, wurde die Party aufgelöst. Die 70 Gäste mussten das Grundstück verlassen. Gegen die beiden Verantwortlichen wurde eine Anzeige wegen Lärm erstattet. Nun wird geprüft, ob sie gegen gewerberechtliche Bestimmungen verstoßen haben.

Titelfoto: 123RF/DPA


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