Nadelöhr der Neustadt wird endlich umgestaltet

Dresden - Endlich! Das berüchtigte Nadelöhr an der Bautzner Straße in der Neustadt kann grundhaft entschärft und neu gestaltet werden.

Die Kleine Bautzner. 14 der Stellplätze rechts fallen weg.
Die Kleine Bautzner. 14 der Stellplätze rechts fallen weg.  © Thomas Türpe

Für den Umbau der Engstelle zwischen Glacis- und Hoyerswerdaer Straße hat nach jahrelangen Querelen die Landesdirektion Baufreiheit erteilt.

Vor allem die DVB sind erleichtert, sie haben lange auf den Bescheid gewartet: Auf dem 220 Meter langen Abschnitt müssen die Gleise dringend neu verlegt werden. Zum einen, weil sie zerschlissen sind. Auch müssen die neuen Gleise mit größerem Abstand eingebaut werden - die kommende Generation von breiten Straßenbahnen braucht mehr Platz.

Kein einfaches Unterfangen an dieser Stelle: "Da hatten viele Parteien etwas zu sagen", so DVD-Sprecher Falk Lösch (53). Radfahrer, Rathaus, Denkmalschützer und Umweltfachleute, sie alle wurden gehört - auch um Baustopps wie an der Oskarstraße zu vermeiden, aber auch um geschützte Gehölze zu sichern. Der kleine Park südlich des Bauabschnittes ist ein Flächendenkmal.

Auch Radfahrer und Fußgänger bekommen neue Wege. Stadtauswärts wird der Geh- und Radbereich saniert. Ein zweiter offizieller Radweg entsteht vor den Läden der Kleinen Bautzner. Dafür müssen 14 Autostellplätze weichen. Neben dem Straßenbelag und den Schienen werden außerdem neue Erdleitungen verlegt.

Im Frühjahr 2019 soll der Umbau losgehen, vielleicht aber auch erst in den Sommerferien 2019, weil dann weniger Verkehr auf der viel befahrenen Strecke unterwegs ist. Die Gesamtkosten liegen bei 2,4 Millionen Euro.

DVB-Sprecher Falk Lösch (53) ist erleichtert.
DVB-Sprecher Falk Lösch (53) ist erleichtert.  © Ove Landgraf
Straßenbauamts-Chef Reinhard Koettnitz (63, li.) bestand auf ein gründlicheres Planungsverfahren als für solche Projekte eigentlich üblich.
Straßenbauamts-Chef Reinhard Koettnitz (63, li.) bestand auf ein gründlicheres Planungsverfahren als für solche Projekte eigentlich üblich.  © Eric Münch