Endlich kommt Fahrt auf: Das sind Dresdens Pläne für neue Radwege

Radler an der Sachsenallee sollen künftig besser in Richtung Johannstadt kommen.
Radler an der Sachsenallee sollen künftig besser in Richtung Johannstadt kommen.  © Thomas Türpe

Dresden - Bislang kam die Stadt beim Ausbau der Radwege noch nicht so richtig in Tritt: Bis 2025 sind 450 Baumaßnahmen geplant, nur wenige wurden bereits umgesetzt.

Mit sieben neuen Mitarbeitern im Rathaus will die Verwaltung jetzt aber Fahrt aufnehmen, in diesem Jahr viele Großprojekte für Radler schaffen.

Das Ausbau-Problem: Oft drückt das Denkmalschutzamt auf die Bremse. Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (41, Grüne) am Montag: "Bei der Abstimmung müssen wir Kompromisse finden, das ist schwierig und intensiv."

Albertstraße und Albertplatz - Dessen Kreisstruktur ist geschützt. Für den Radweg muss aber im Bereich Königstraße umgebaut werden. Am Carolaplatz müssen Masten und Bordsteine versetzt werden.

Die Ämter haben sich auf Baubeginn im September geeinigt. 400.000 Euro kostet der Radweg, soll bis Ende Oktober fertig werden. Die Albertstraße wird dann stadtauswärts einspurig bleiben.

Elberadweg/Körnerweg - Jahrelang stritten Ämter um den Belag, dann gab es Lieferprobleme, im Frühjahr soll endlich gebaut werden. Aber nur 80 Meter zum Test. 250.000 Euro wird dieser erste Abschnitt dann verschlungen haben. Passt alles, folgen die restlichen 700 Meter.

Im Frühjahr soll der holprige Körnerweg am Elberadweg neuen Belag erhalten.
Im Frühjahr soll der holprige Körnerweg am Elberadweg neuen Belag erhalten.  © Thomas Türpe

Sachsenallee/Güntzplatz - Der Radweg auf Seite des Landgerichts wird verbessert, ab Juli dann für Radler eine West-Ost-Querung (von Ziegelstraße zu Elsasser Straße) gebaut werden. Kosten gesamt: 70.000 Euro.

Leubnitz-Neuostra - Der Radweg zwischen Dohnaer Straße und Otto-Dix-Ring wird erneuert. Spätestens September ist Baubeginn. Kosten: 100.000 Euro.

Elberadweg, Loschwitzer Wiesenweg - Juli bis November wird der Radweg ausgebaut. Kosten: 600 000 Euro.

Weitere Radler-Verbesserungen 2018: Instandsetzung Brücke Alberthafen; Brücke Niedersedlitzer Flutgraben; Bautzner Straße; Kesselsdorfer Straße/Julius-Vahlteich-Straße/Höhenpromenade; Fetscherstraße; Fahrradbügel an Prager Straße und Sebnitzer Straße.

Fahrradparkhaus am Hauptbahnhof (Nordseite): Noch ringt die Stadt um Fördergelder. 3,5 Millionen Euro werden benötigt. Baubeginn frühestens 2020.

55 Gehwege werden repariert

Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (41, Grüne) zeigte, welche Rad- und Fußwege 2018 (aus-)gebaut werden sollen.
Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (41, Grüne) zeigte, welche Rad- und Fußwege 2018 (aus-)gebaut werden sollen.  © Thomas Türpe

Auch marode Fußwege will die Stadt reparieren. Bau-Bedarf gibt's an 350 Stellen im ganzen Stadtgebiet. Dafür wären insgesamt 25 Millionen Euro fällig.

Da jedoch nur 3,3 Millionen Euro im Haushalt vorgesehen sind, nimmt sich die Stadt dieses Jahr nur 55 Wege vor.

Die Wichtigsten: Der Nachtflügelweg (Bühlau) soll eine Schotterdecke bekommen. An der Meridianstraße (Hellerau) werden Asphalt, Bordstein und Gerinne erneuert.

Betonpflaster gibt's für die Reitzendorfer Straße (Bühlau).

Auch Ockerwitzer Straße (Leutewitz), Windbergstraße (Coschütz), Bernhardstraße (Plauen), Mosczinskystraße (Altstadt) und Fiedlerstraße (Johannstadt) werden instand gesetzt.

Der Albertplatz mit seiner denkmalgeschützten "Kreisstruktur": Baustart für den wichtigen Radweg entlang der nördlich abgehenden Albertstraße bis zur Carolabrücke ist am 3. September.
Der Albertplatz mit seiner denkmalgeschützten "Kreisstruktur": Baustart für den wichtigen Radweg entlang der nördlich abgehenden Albertstraße bis zur Carolabrücke ist am 3. September.  © Thomas Türpe
Hier soll ein Parkhaus (1000 Stellplätze) für Radler entstehen. Vor 2022 wird es jedoch nicht fertig werden.
Hier soll ein Parkhaus (1000 Stellplätze) für Radler entstehen. Vor 2022 wird es jedoch nicht fertig werden.  © Thomas Türpe

Titelfoto: Thomas Türpe


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