Regen-Wetter in Sachsen, doch viele freut das

Dresden - Endlich wieder einmal Regen! Vier Tage lang öffnete Petrus in der letzten Woche die Schleusen - die Natur lechzte nur danach. Sachsens Flüsse sehen nach gefühlt zwei Jahren mal wieder nach Flüssen aus. Und so mancher Landwirt atmete angesichts der feuchten Äcker tief durch. Damit die Folgen der Dürre ausgeglichen werden, muss allerdings noch viel mehr von oben kommen.

"Wir brauchten diesen Regen": So sah das Flussbett der Elbe am vergangenen Freitag in der Dresdner Innenstadt aus.
"Wir brauchten diesen Regen": So sah das Flussbett der Elbe am vergangenen Freitag in der Dresdner Innenstadt aus.  © Christian Juppe

Seit Monatsbeginn gingen über Sachsen pro Quadratmeter flächendeckend 35 Liter Regen nieder. Mancherorts waren es gar 50 Liter, im Gebirge als Schnee. An den Messstationen Dresden und Leipzig wurde bereits der mehrjährige Mittelwert des Monats Februar überschritten.

Nachdem Sachsens Flüsse über Monate hinweg nur spärliche Rinnsale waren, führen sie endlich wieder Wasser. Und auf Wiesen und Äckern lässt sich bereits ein kräftigeres Grünen beobachten.

"Wir brauchten diesen Regen", sagt Pflanzenbauexperte Andreas Jahnel vom Bauernverband. "Winterfeuchtigkeit – egal ob Regen oder Schnee – ist äußerst wichtig für den späteren Ertrag." Derzeit gehen die Wintersaaten – Raps, Weizen und Gerste – auf und gedeihen durch das Wasser prächtig. Ginge es nach den Landwirten, könnte es den ganzen Monat weiterregnen.

"In tiefer Trauer über das Unglück": Wie kam es zum tragischen Tauchunfall in Sachsen?
Sachsen "In tiefer Trauer über das Unglück": Wie kam es zum tragischen Tauchunfall in Sachsen?

Denn das Defizit, welches die Trockenheit brachte, ist noch lange nicht ausgeglichen. Karin Bernhardt vom Landesumweltamt: "Trotz der ergiebigen Niederschläge ist in den nächsten Wochen weiterhin mit wenig geänderten Grundwasserständen zu rechnen." Derzeit unterschreiten etwa 90 Prozent der 136 Messstellen den monatstypischen Grundwasserstand um durchschnittlich 70 Zentimeter!

Immerhin werden für nächste Woche weitere ergiebige Niederschläge vorhergesagt.

Da geht noch was: Aktueller Wasserstand in Flöha, wo die Flöha und die Zschopau zusammenfließen.
Da geht noch was: Aktueller Wasserstand in Flöha, wo die Flöha und die Zschopau zusammenfließen.  © Maik Börner
Ruhe vor dem Sturm: Schon bald muss die Kleine den Schirm über ihrem Kopf aufspannen, um trocken zu bleiben.
Ruhe vor dem Sturm: Schon bald muss die Kleine den Schirm über ihrem Kopf aufspannen, um trocken zu bleiben.  © imago images/Alexander Shalamov

Titelfoto: Maik Börner

Mehr zum Thema Sachsen: