Hier wird Strom verbraucht, wenn er billig ist!

Dresden - "Zukunftshaus", so nennen Wohnungsgenossenschaft Johannstadt (WGJ), DREWAG und Stadt den Neubau an der Haydnstraße in Striesen.

Alrik Mutze (44) vor dem Neubau an der Haydnstraße, den die WGJ für das Projekt zur Verfügung gestellt hat.
Alrik Mutze (44) vor dem Neubau an der Haydnstraße, den die WGJ für das Projekt zur Verfügung gestellt hat.  © Holm Helis

Denn was dort vier Jahre lang getestet wird, könnte ein Vorbild für andere Neubauten sein und einen Teil zum Gelingen der Energiewende in Dresden beitragen.

Durch digitale Gebäudetechnik und ein innovatives Energiemanagementsystem soll Strom gespart und gleichzeitig der Alltag der Bewohner erleichtert werden.

Das Dach des Hauses wurde mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet. Der damit produzierte Strom wird aber nicht einfach in das Netz eingespeist, sondern an die Mieter geliefert beziehungsweise im Keller gespeichert. Nur der Überschuss fließt ins Netz.

Damit der so gering wie möglich ist, belohnt die DREWAG die Mieter mit einem günstigeren Preis, die den Strom vom Dach nutzen. Über kleine Displays, die in jeder Wohnung verbaut sind, bekommen sie angezeigt, wenn dieser zur Verfügung steht. Sie können dann beispielsweise ihre Waschmaschine einschalten.

"Wir geben den Mietern die Möglichkeit, als Ergänzung zur üblichen konventionellen Stromversorgung einen klimaneutralen und günstigeren Strom zu nutzen", erklärt WGJ-Vorstand Alrik Mutze (44). Auf diese Weise könne bis zu 40 Prozent des Stromverbrauchs im Haus über den auf dem Dach erzeugten Strom abgedeckt werden, erklärt DREWAG-Projektmanager Franz Härting (31).

Über die Displays können die Mieter außerdem ihren Wasserverbrauch kontrollieren und die Heizung steuern.

Franz Härting (31) von der DREWAG erklärt, wie der Strom vom Dach zu den Hausbewohnern kommt.
Franz Härting (31) von der DREWAG erklärt, wie der Strom vom Dach zu den Hausbewohnern kommt.  © Holm Helis
Mieter Siegfried Wilhelm (78) hat den Strom- und Wasserverbrauch auf dem Display immer im Blick.
Mieter Siegfried Wilhelm (78) hat den Strom- und Wasserverbrauch auf dem Display immer im Blick.  © Holm Helis
Über die Displays sehen die Mieter, wann günstiger Strom zur Verfügung steht.
Über die Displays sehen die Mieter, wann günstiger Strom zur Verfügung steht.  © Holm Helis

Titelfoto: Holm Helis

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