Er dachte, sie flirtet mit ihm: 30-Jähriger wegen sexueller Nötigung angeklagt

Der Angeklagte Muhammad S. (30) am Montag am Amtsgericht Dresden.
Der Angeklagte Muhammad S. (30) am Montag am Amtsgericht Dresden.  © Ove Landgraf

Dresden - Er soll eine junge Frau bedrängt und begrapscht haben: Muhammad S. (30) aus Pakistan muss sich in Dresden wegen sexueller Nötigung verantworten.

Während der Aftershow-Party einer Tanzvorstellung im Festspielhaus Hellerau im März 2016 soll der Pakistani der Tänzerin Tania G. (26) aufs Klo gefolgt sein.

Mit voller Wucht habe er die Toilettentür aufgedrückt und versucht, die Tänzerin zu küssen, an die Brust und in den Schritt zu grapschen. Erst als Tania G. laut schrie, hätte der Angeklagte sie in Ruhe gelassen.

Die Vorwürfe wies Muhammad S. aber von sich, behauptete, er hätte die Flirtsignale falsch gedeutet: „Ich dachte, sie hat mich angelächelt und wollte, dass ich ihr auf die Toilette folge“, sagte er zu seiner Verteidigung. „Ich habe sie dann nur an der Schulter berührt und gefragt, ob ich sie küssen darf. Als sie ‚nein‘ sagte, bin ich gegangen.“

Der Prozess wird fortgesetzt.

Das Opfer: die amerikanisch-italienische Tänzerin Tania G. (26).
Das Opfer: die amerikanisch-italienische Tänzerin Tania G. (26).  © Ove Landgraf

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