Er lässt die schweren Jungs verknacken

Noch-Präsident Gilbert Häfner (62, r.) präsentiert Martin Uebele (58), seinen Nachfolger.
Noch-Präsident Gilbert Häfner (62, r.) präsentiert Martin Uebele (58), seinen Nachfolger.

Dresden - Stühlerücken bei der Justiz: Zum 1. Dezember wird Martin Uebele (58) Präsident des Dresdner Landgerichts.

Dessen Noch-Chef Gilbert Häfner (62) steigt auf zum Präsidenten am Oberlandesgericht (OLG).

Häfner führte die 70 Richter und zahlreiche Mitarbeiter am Landgericht seit 2012. Und einfach war das kaum: Besonders die Strafkammern zeigten wegen komplexer werdender Verfahren immer häufiger ihre Überlastungen an.

Allein in diesem Jahr wurden drei neue Strafkammern eingerichtet. Mit Kollegen, die in anderen Abteilungen dann fehlen. "Das ist ein Jonglieren immer am Rande des Abgrundes. Darum beneide ich meinen Nachfolger nicht", so Häfner.

Nachfolger Martin Uebele will es gelassen angehen: Er habe in 30 Berufsjahren und nunmehr zwölf Behörden "genug Demut", um dieses Amt zu übernehmen. Vorläufig sogar ein Doppelamt.

Denn derzeit ist er noch Präsident vom Amtsgericht Chemnitz. Und bleibt es, bis dort - voraussichtlich März 2018 - ein Nachfolger beginnt.


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