Er verging sich immer wieder an Kindern: Triebtäter bleibt hinter Gittern!

Dresden - Sicherungsverwahrung (SV) für einen Rentner! Weil sich Bernd M. (69) immer wieder an Kindern verging und sie vergewaltigte, ordnete das Landgericht Dresden am Donnerstag an, ihn nicht schon nach fünf Jahren Haft zu entlassen, sondern danach unterzubringen.

Der Kinderschänder Bernd M. (69) muss im Gefängnis bleiben.
Der Kinderschänder Bernd M. (69) muss im Gefängnis bleiben.  © Thomas Türpe

Wie berichtet, hielten den ehemaligen Schlosser weder Haftstrafen, noch Auflagen oder Fußfesseln davon ab, sich wieder potenziellen Opfern zu nähern.

Im Gegenteil.

Die Staatsanwältin listete im Plädoyer auf, dass Bernd M. oft schon während der Haft wieder Kontakte zu Familien mit problematischen Verhältnissen knüpfte. Die Kinder nannten den Rentner dann bald "Opa", der manipulativ und zielstrebig dieses Vertrauen ausnutzte, rückfällig wurde und neue Straftaten beging.

Derzeit sitzt Bernd M. deshalb eine weitere Haftstrafe ab. Doch er wird nun nicht, wie gehofft, 2021 entlassen.

Sondern der Rentner bleibt hinter Gittern. In Sicherungsverwahrung.

In einem extra Trakt der JVA. Das ordnete das Landgericht an. "Es geht darum, die Allgemeinheit vor ihnen zu schützen", begründete die Richterin. "Von ihnen sind weitere schwere Straftaten zu erwarten und damit schwerwiegende Schäden bei den Opfern."

Der Gutachter hatte erklärt, Bernd M. sei nicht psychisch krank, habe aber einen Hang zu solchen Taten. Sein Rückfallrisiko sei hoch. Und der Angeklagte hätte bisher angebotene Therapien nicht genutzt, nur lediglich den Eindruck erwecken wollen, er sei therapiewillig.

Auch im Prozess erklärte der Rentner, der nicht in die SV wollte, er würde eben in Zukunft seine "Hilfsbereitschaft" gegenüber schwierigen Familien "einschränken". Die Richterin konterte: "Sie stehen immer noch auf dem Standpunkt, Sie seien unschuldig. Sie müssen dringend an sich arbeiten."

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