Er soll seine Opfer per Internet in die Sex-Falle gelockt haben

Dresden - Der Prozess gegen den Malchower Daniel P. (34) startete am Dienstag: Sieben Mal soll er sich an den Töchtern von Christin I. (31) vergangen haben, laut Anklage unterstützte die Verkäuferin den Triebtäter dabei. Es ist nicht der einzige Vorwurf.

Daniel P. (34) muss sich schon wieder wegen schweren Kindesmissbrauchs vor Gericht verantworten.
Daniel P. (34) muss sich schon wieder wegen schweren Kindesmissbrauchs vor Gericht verantworten.  © Ove Landgraf

Nur weil er in einem anderen Prozess Rechtsmittel eingelegt hatte, war Daniel P. im Oktober vergangenen Jahres noch auf freiem Fuß: Am 24. September hatte ihn das Amtsgericht Waren/Müritz bereits zu einem Jahr und zehn Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt. Er soll seine eigene Tochter missbraucht haben.

Auf perfide Weise soll er sich auch in Sachsen Opfer gesucht haben: So wirft ihm die Dresdner Staatsanwaltschaft vor, Christin I. über das Chat-Portal "Knuddels" kennengelernt und ihr dort schnell klargemacht zu haben, was er will.

Per WhatsApp gab er der Mutter Anweisungen, wie die damals einjährige Tochter den Oralverkehr mit einer Bockwurst und Sprühsahne "üben" soll. Auch verlangte er pornografische Aufnahmen, die Christin I. ihm auch geschickt haben soll.

Offenbar überredete er sie dazu, indem er ihr ein neues Leben samt Hochzeit in Dubai in Aussicht stellte. Stattdessen fuhren beide mit den Kindern nach Rumänien und Ungarn, wo Daniel insgesamt viermal die zweite, damals vierjährige Tochter vergewaltigt haben soll. Die jüngere soll er bereits in Dresden missbraucht haben.

Erst im Oktober 2018 endete die Horror-Reise, weil Daniel P. und Christin I. sich trennten. Das Dresdner Landgericht verhandelt noch eine weitere Anklage gegen den Malchower: Im April 2018 soll er die damals siebenjährige Tochter einer weiteren "Knuddels"-Bekanntschaft in Chemnitz missbraucht haben. Der Prozess wird fortgesetzt.

Mutter Christin I. (31) soll den Missbrauch ihrer eigenen Töchter unterstützt haben.
Mutter Christin I. (31) soll den Missbrauch ihrer eigenen Töchter unterstützt haben.  © Ove Landgraf

Titelfoto: Ove Landgraf

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