Es grünt so grün! Blütenträume auf Dresdens Dächern

Dresden - Mit einem Wettbewerb will Dresden dafür sorgen, dass seine Dächer grüner werden. Richtig in Schwung kommt die Sache allerdings (noch) nicht.

So sieht eine gelungene Gründachgestaltung aus: Eva Jähnigen (53, Grüne) auf dem Gymnasium Bühlau.
So sieht eine gelungene Gründachgestaltung aus: Eva Jähnigen (53, Grüne) auf dem Gymnasium Bühlau.  © Amac Garbe

Donnerstag stellte Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (53, Grüne) das Gründach des Gymnasiums Bühlau vor. Dabei warb sie für mehr begrünte Dächer in Dresden. Diese hätten viele Vorteile - nicht nur ökologisch, sondern auch finanziell.

"Begrünte Dachflächen tragen zur Verbesserung des Stadtklimas bei und sind langlebiger als normale Dächer, weil die Pflanzen vor UV-Strahlung schützen", schwärmt Stephan Holfert (37) vom Amt für Stadtgrün. Außerdem müsse man für Regenwasser, welches im grünen Dach versickert, keine Einleitgebühr zahlen.

Trotz dieser Vorteile sind Gründächer in der Landeshauptstadt eine Seltenheit: Nur ein Prozent aller Dächer sind bepflanzt. Dabei geht die Stadt mit gutem Beispiel voran:

Viele städtische Gebäude, etwa 34 Schulen, haben bereits ein Gründach. Zudem wird bei allen neuen Bauvorhaben geprüft, ob eine Begrünung möglich ist.

"Dresden baut grün"

An der Tannenstraße haben viele Bauherren die Vorteile eines Gründachs erkannt. Das ist nicht überall in Dresden so.
An der Tannenstraße haben viele Bauherren die Vorteile eines Gründachs erkannt. Das ist nicht überall in Dresden so.  © Steffen Füssel

Alle anderen Bauherren sollen mit dem Wettbewerb "Dresden baut grün" motiviert werden. Dabei sucht die Stadt begrünte Fassaden und Dächer, die sich durch einen besonderen Mehrwert für die Umwelt, Ästhetik, Nutzbarkeit und eine eigene Geschichte auszeichnen.

"Die Gewinnchancen sind hoch", scherzt Franziska Reinfried (39) vom Umweltamt. Denn: Bisher gibt es gerade einmal zwei Anmeldungen in der Kategorie "Dach", vier in der Kategorie "Fassade".

Als Preisgeld für den ersten Platz wurden 500 Euro ausgeschrieben. Angesichts der Kosten für den Bau eines Gründachs (etwa 40 Euro pro Quadratmeter) wirkt das wie ein Taschengeld.

Dass begrünte Dächer auch auf schrägen Flächen möglich sind, beweist die Kindertagesstätte am Goldenen Reiter.
Dass begrünte Dächer auch auf schrägen Flächen möglich sind, beweist die Kindertagesstätte am Goldenen Reiter.  © Steffen Füssel

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