In Sachsen sind noch immer 8100 Lehrstellen unbesetzt

Dresden - Wenige Tage vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres sind in Sachsen noch knapp 8100 Lehrstellen unbesetzt. Auf der anderen Seite haben aber rund 5700 Jugendliche noch immer keinen passenden Ausbildungsplatz gefunden.

Leere Werkbänke: Sachsens Landesarbeitsagentur hat noch knapp 8100 freie Lehrstellen zu vermitteln
Leere Werkbänke: Sachsens Landesarbeitsagentur hat noch knapp 8100 freie Lehrstellen zu vermitteln  © imago images stock&people

Insgesamt seien der Landesarbeitsagentur von Arbeitgebern in Sachsen seit Oktober vergangenen Jahres 19971 freie Berufsausbildungsplätze gemeldet worden, sagte Behörden-Sprecher Heiko Wundrock (34).

Von diesen sind noch immer gut 40 Prozent unbesetzt. Und das, obwohl mehrere tausend Schulabsolventen noch eine Lehrstelle suchen.

Woran liegt‘s? „Zum einen an der regionalen Verteilung - Jugendliche aus Nordsachsen etwa sind eher weniger an einer Ausbildung im Südwesten des Landes interessiert, sondern wollen in ihrer Region bleiben“, erklärt Wundrock. Teilweise würden die Bewerber aber auch nicht das Anforderungsprofil der Arbeitgeber erfüllen.

Zugverkehr in Sachsen läuft wieder an
Sachsen Zugverkehr in Sachsen läuft wieder an

Viele Ausbildungsstellen sind etwa noch im Erzgebirgskreis (779), im Vogtland (644), in Dresden (792) sowie den Landkreisen Bautzen (756), Meißen (708) und Zwickau (632) unbesetzt.

Kein Ausbildungsvertrag? Schnell zum Berufsberater!

Gesucht werden gerade Werkzeugmacher, Konstruktionsmechaniker, Bäckerei-Fachverkäufer und Elektroniker, weiß Heiko Wendrock, Sprecher der Landesarbeitsagentur.
Gesucht werden gerade Werkzeugmacher, Konstruktionsmechaniker, Bäckerei-Fachverkäufer und Elektroniker, weiß Heiko Wendrock, Sprecher der Landesarbeitsagentur.  © PR

Gesucht werden vor allem künftige Werkzeugmacher, Konstruktionsmechaniker, Bäckerei-Fachverkäufer und Elektroniker. Auch kaufmännische Ausbildungsberufe etwa im Großhandel, der Logistik- und Speditionsbranche sind noch vielerorts unbesetzt.

Die „Top 10“ der beliebtesten Ausbildungsplätze führen laut Landesarbeitsagentur seit Jahren die gleichen Wunsch-Berufe an - Verkäufer, Einzelhandelskaufmann, Kfz-Mechatroniker und Bürokaufmann.

„Wer noch keinen Ausbildungsvertrag hat, sollte sich ganz schnell bei seinem Berufsberater melden“, empfiehlt Agentur-Chef Klaus-Peter Hansen (56). Die Experten würden den regionalen Arbeitsmarkt kennen und könnten kurzfristig den Kontakt zu den Betrieben herstellen.

Mehr unbesetzte Ausbildungsstellen als Bewerber - diese Sachsenkarte zeigt, in welchen Regionen das Verhältnis am gravierendsten ist.
Mehr unbesetzte Ausbildungsstellen als Bewerber - diese Sachsenkarte zeigt, in welchen Regionen das Verhältnis am gravierendsten ist.  © Grafik: Landesarbeitsagentur Sachsen

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