Minister Ulbig macht Weselsky zum Kommunisten

Bei Facebook montierte Innenminister Ulbig (51, CDU) seinen Parteifreund Claus Weselsky (56) ausgerechnet in eine sozialistische Grafik.
Bei Facebook montierte Innenminister Ulbig (51, CDU) seinen Parteifreund Claus Weselsky (56) ausgerechnet in eine sozialistische Grafik.

Von Juliane Morgenroth

Dresden - Im Wahlkampf mutiert der Dresdner OB-Kandidat der CDU, Markus Ulbig (51), offenbar zum Scherzkeks: Bei Facebook montierte Sachsens Innenminister seinen Parteifreund, GDL-Chef Claus Weselsky (56), ausgerechnet ins sozialistische Fassadenbild „Weg der roten Fahne“ des Dresdner Kulturpalastes!

Ob das der Gewerkschafts-Boss, der derzeit mal wieder bundesweit den Bahnverkehr lahm legt, so lustig findet? Bei Facebook postete Ulbig, wahlkämpfender Innenminister, ein verfremdetes Foto des berühmten DDR-Wandbildes „Weg der roten Fahne“ - die Auftragsarbeit für den Dresdner Kulturpalast soll den Sieg des Sozialismus zeigen. Statt der zentralen, die rote Fahne schwenkenden Frau ist bei Ulbig plötzlich Claus Weselsky zu sehen, immerhin seit 2007 CDU-Mitglied. Daneben, inmitten von Arbeitern, ist das Logo seiner Gewerkschaft GDL zu sehen. Im Original prangt dort das Hammer-und-Zirkel-Emblem der DDR.

Eigentlich wollte Ulbig damit auf seine Forderung verweisen, dass das Denkmal auch nach dem Umbau des Kulturpalastes an dessen Fassade zu sehen sein soll. Dies ist im übrigen Beschlusslage im Stadtrat.

„Wir wollten das Thema bei Facebook mit Augenzwinkern präsentieren, es ein bisschen anders, mit tagesaktuellem Bezug darstellen“, erklärt Ulbigs Sprecher Mario Dense die ungewöhnliche Idee.

Mal sehen, was der GDL-Chef dazu sagt …

Markus Ulbigs zweideutiger Facebook-Post sorgt seit Mittwoch für Furore.
Markus Ulbigs zweideutiger Facebook-Post sorgt seit Mittwoch für Furore.

Fotos: Facebook/Ulbig, imago/Sven Ellger


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0