Fahnder verhinderten Schlimmeres: Rechte "Oldschool Society"-Führer verurteilt

Dresden - Auch sie planten Anschläge: Marcel L. (31) und Daniel A. (43) gehörten zur Führungsriege der rechtsextremen "Oldschool Society" (OSS). Jetzt sind die beiden vom Oberlandesgericht (OLG) Dresden zu Freiheitsstrafen verurteilt worden.

Die beiden OSS-Mitglieder bei der Urteilsverkündung am Oberlandesgericht in Dresden.
Die beiden OSS-Mitglieder bei der Urteilsverkündung am Oberlandesgericht in Dresden.  © Robert Michael/dpa

Die OSS entstand im Frühjahr 2014. In einer Chat-Gruppe tauschten sich die Mitglieder über Anschlagspläne sowie die Beschaffung von Waffen und Sprengstoff aus.

Seit August 2014 stand die rechtsextreme Vereinigung unter Beobachtung des Verfassungsschutzes. Noch bevor etwas geschah, flog sie auf.

Die beiden Angeklagten zählten zu den Gründungsmitgliedern der OSS, bekleideten Führungspositionen. Daniel A. agierte als "Vollstrecker", setzte die strikten Vereinsregeln durch.

Nach Ansicht des Gerichts war der Chemnitzer obendrein "wesentlicher Motor zur Radikalisierung der Gruppe". So mahnte er im Chat dazu, Worten auch Taten folgen zu lassen: "Ich will Hinrichtungen, ich will Türken ausbluten sehen!"

OSS-Anführer sitzen schon im Knast

Marcel L. war "Jugendbeauftragter" und Kummerkasten der OSS. Der Staatsschutzsenat verurteilte ihn zu zwei Jahren auf Bewährung. Daniel A. muss für zwei Jahre und vier Monate in den Bau.

Bereits im Juli wurde Gründungsmitglied Marco K. (39) am OLG zu einem Jahr und fünf Monaten auf Bewährung verurteilt. Die vier OSS-Anführer bekamen ein Jahr zuvor in München Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren aufgebrummt.

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