Waffen, Drogen, Zigaretten: Zoll macht fette Beute

Dresden - Sie jagen Drogen- und Zigarettenschmuggler, spüren Steuerbetrüger auf: Das Dresdner Zollfahndungsamt (280 Mitarbeiter, zuständig auch für Thüringen und Sachsen-Anhalt) zieht Jahresbilanz!

Bei Kon­trol­len fin­den Zoll­fahn­der im­mer wie­der Schmug­gel­wa­re wie die­sen ver­steck­ten Kau­ta­bak.
Bei Kon­trol­len fin­den Zoll­fahn­der im­mer wie­der Schmug­gel­wa­re wie die­sen ver­steck­ten Kau­ta­bak.  © Zoll

2017 deckten die Zollfahnder Steuerhinterziehungen in Höhe von zwölf Millionen Euro auf (2016: 7,7 Millionen Euro), ein Großteil davon durch unverzollte Zigaretten.

Sie beschlagnahmten 1,6 Millionen Kippen, wiesen den Schmuggel von über 40 Millionen weiterer Zigaretten nach.

Drogenschmugglern konnten sie 386 Kilo Rauschgift (2016: 465 Kilo) und rund 11300 Pillen abnehmen.

Einem Mineralölhersteller konnte die Hinterziehung von 58 Millionen Euro Energiesteuer und 13 Millionen Euro Umsatzsteuer nachgewiesen werden. 30 scharfe Waffen (2016: 1), die via Postsendung aus dem Internet bestellt wurden, konnten sichergestellt werden.

Den meisten Bestellern war nicht klar, dass sie gegen das Waffenrecht verstießen.

Zollfahnder leiteten im letzten Jahr ganze 1211 Ermittlungsverfahren ein.
Zollfahnder leiteten im letzten Jahr ganze 1211 Ermittlungsverfahren ein.  © DPA / Holger Battefeld

Die Zollfahnder leiteten 1211 Ermittlungsverfahren (2016: 1316) gegen 1539 Tatverdächtige ein (2016: 1583).

Anstiege gab es bei der illegalen Einfuhr von Arzneimitteln (inklusive Dopingmitteln), Pyrotechnik sowie Verstößen gegen den Artenschutz:

Neben Pythonhaut und Elfenbein beschlagnahmten die Fahnder auch einen Flusspferd-Zahn sowie ein Nashorn-Horn.


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