Kommen bald die Fahrrad-Highways für die City?

In Dresden sollen künftig Radschnellwege den Radverkehr beschleunigen.
In Dresden sollen künftig Radschnellwege den Radverkehr beschleunigen.  © DPA

Dresden - Über 45 Millionen Euro sollen investiert werden, um zwei Radl-Autobahnen durch Dresden zu bauen. Noch stehen die Ideen dafür ganz am Anfang. Dennoch gibt es erste Pläne, wo die „Highways“ lang führen könnten.

Radschnellwege sollen vier Meter breit, in der Nacht gut beleuchtet, mit „schnellem“ Asphalt versehen sein sowie an vielen Kreuzungen bevorzugt werden.

Pro Kilometer sollen Radler maximal 30 Sekunden an Ampeln warten müssen. So sind Durchschnittsgeschwindigkeiten von 30 Stundenkilometern realistisch. 2015 wurde in Göttingen der erste Weg dieser Art eröffnet.

Durch Dresden sollen zwei Radschnellwege führen. Sowohl der 50 Kilometer lange Radl-Highway von Pirna nach Meißen als auch die 40 Kilometer lange Strecke von Radeberg nach Dippoldiswalde führen durch die Landeshauptstadt.

Die Radschnellweg-Route soll auch durch den Großen Garten führen.
Die Radschnellweg-Route soll auch durch den Großen Garten führen.  © Norbert Neumann

Bisher gibt es noch keine sicheren Planungen. Das Verkehrsministerium hat allerdings zusammen mit den Fachleuten vom ADFC mögliche Routen ausgemacht. Grundlage ist unter anderem eine Studienarbeit zu Radschnellwegen.

Der Weg von Pirna nach Meißen soll zumindest in der Dresdner Innenstadt den ohnehin überlasteten Elberadweg meiden. Denkbar wäre eine Route durch den Großen Garten und entlang der Winterbergstraße. Ein Neubau könnte Bahntrassen folgen.

Der Radschnellweg Richtung Dippoldiswalde könnte entweder teilweise entlang der B170, durch Altkaitz und den Bannewitzer Ortsteil Boderitz bis Possendorf führen. Alternativ denkbar wäre ein Weg durch Freital bis in den Rabenauer Grund und weiter entlang der Talsperre Malter.

„Dresden besitzt Potenzial für den Einsatz von Radschnellverbindungen“, so Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (40, Grüne). ADFC-Chef Konrad Krause (34): „Radschnellwege bringen vor allem Pendler vom Auto auf das Fahrrad. Es ist wichtig, dass Dresden zügig eine Machbarkeitsstudie vorlegt.“

Radler auf der Waldschlößchenbrücke.
Radler auf der Waldschlößchenbrücke.  © Petra Hornig
Dresdens Verkehrsbürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (40, Grüne)
Dresdens Verkehrsbürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (40, Grüne)  © Thomas Türpe
In Göttingensind die Radschnellwege längst Realität.
In Göttingensind die Radschnellwege längst Realität.  © DPA

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