Führerschein im Suff verloren: Postler fuhr Pakete ohne Fleppen aus

Dresden - Die Vogel-Strauß-Methode brachte David R. (29) vor den Amtsrichter. Er war als DHL-Fahrer unterwegs, obwohl er ein Fahrverbot hatte. Der Dresdner steckte den Kopf in den Sand, fuhr laut Fahrtenbuch und Anklage 34 Mal "ohne" - bis alles aufflog.

David R. (29).
David R. (29).

Weil David mal angetüdelt am Steuer seines Privatwagens saß (knapp 0,5 Promille), sollte er vier Wochen laufen. Innerhalb von vier Monaten hätte David den Führerschein abgeben müssen. Er tat es nicht. Aber: Er begann einen Job bei der DHL-Fahrer. "Wird schon gut gehen", habe der reuige Postbote gedacht.

Es ging schief: Irgendwann schickte die genervte Behörde eine Polizistin, die den Führerschein persönlich kassierte. Doch selbst danach fuhr David weiter seine Touren in Dresden. "Ich war doch in der Probezeit, hatte Angst um meinen Job", sagte der beschämte Fahrer.

Als aber die Polizei wenig später wegen eines Bagatellunfalls bei der Post recherchierte, flog der Schwindel gänzlich auf. Da war David gerade den zweiten Monat bei der DHL. "Zum Glück durfte ich meinen ganzen Urlaub nehmen, bis ich den Führerschein wiederbekam", so der Angeklagte, der bis heute bei der DHL anstandslos und zuverlässig arbeitet.

Der Richter bescheinigte David zwar, dass er fahren kann, soll und darf. Aber für den "bewussten Rechtsbruch" trotz Verbotes zu Fahren, muss David 6000 Euro Strafe zahlen.

DHL-Fahrer sind ständig unterwegs und liefern Pakete aus.
DHL-Fahrer sind ständig unterwegs und liefern Pakete aus.  © dpa/Hendrik Schmidt

WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0