Familienbande! Eltern sollen Drogengeld des Sohnes (39) in Grundstücke investiert haben

Dresden - Was für eine Familienbande! Das Geld, das Sohn Daniel (39) mit Drogenhandel verdiente, sollen die Eltern Gabriele und Ferenc (64) laut Anklage in fünf Grundstücke investiert haben.

Ferenc E. (64) soll das Drogengeld seines Sohnes Daniel (39) in ein Grundstück investiert haben.
Ferenc E. (64) soll das Drogengeld seines Sohnes Daniel (39) in ein Grundstück investiert haben.  © Ove Landgraf

Während der Junior inzwischen vier Jahre Haft absitzt, müssen sich nun die Senioren wegen Geldwäsche verantworten. Am Donnerstag stand Papa Ferenc vorm Amtsrichter.

"Ich weiß von nichts. Und um das finanzielle kümmert sich meine Frau", so der gebürtige Ungar, der laut Anklage 15.000 Euro in Bar für ein Grundstück in Zeithain auf den Tisch legte.

"Die Eltern hatten kaum Einkommen", so ein Zollfahnder. "Daniel bezog Sozialleistungen. Ein Konto gehörte der Mutter. Der Sohn hatte darauf Zugriff, zahlte dort ständig hohe Summen ein."

Wenn Grundstücke gekauft wurden, (insgesamt fünf im Gesamtwert von 57.000 Euro, inzwischen alle beschlagnahmt), kam das Geld unter anderem von dem Konto.

Das Grundstück in Zeithain will Ferenc aus seinem "Sparstrumpf" bezahlt haben. "Wissen Sie", agitierte er den Richter.

"Ich habe früher alles Bargeld von Forint in DDR-Mark getauscht, dann in D-Mark und dann in Euro. Das hatte ich alles in einer Schatulle. Ich traue den Banken nicht." Urteil folgt. Gegen Mutter Gabriele wird später verhandelt.

Titelfoto: Ove Landgraf


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