Trotz 4 Grad in der Elbe: Mutige Schwimmer gehen baden

Dresden - Brrrr. Da wird einem schon beim Zugucken kalt. Trotz Temperaturen von 8 Grad Celsius an der Luft und 4 Grad im Wasser haben sich am Sonntag wieder Dutzende Wagemutige in die Elbfluten gestürzt. Anlass: das 21. Dresdner Faschingsschwimmen.

Die vier "Orientalen" waren extra aus Brandenburg angereist. Links, leicht angeschmolzen, ein Schneemann.
Die vier "Orientalen" waren extra aus Brandenburg angereist. Links, leicht angeschmolzen, ein Schneemann.  © Steffen Füssel

"Es waren 72 Teilnehmer registriert. 51 für die 400-Meter-Distanz, 21 für die 800-Meter-Strecke", sagt Benny Böhme (19) von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Dresden. "Die Leute sind aus ganz Deutschland angereist, einige sogar aus Skandinavien."

Gleich mit vier Schwimmern war das brandenburgische Klettwitz vertreten. Manuela Döring (40), ihre Schwester Manja (32) und zwei Freunde hatten sich orientalisch "angescheuselt". Döring war bereits zum dritten Mal dabei.

Noch tiefer in die Kostümkiste griffen Sabine und Harald Linke (beide 58). Die zwei Sachsen waren als "Duo eiskalt" im Erdbeerornat erschienen. Gar als Fünfertruppe traten die gelb-schwarz kostümierten Rugbyspieler der Dresdner Hillbillies an.

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Trotzdem ging der Sieg nach Berlin: Der 43 Jahre alte Nikolas kraulte an der Augustusbrücke als Erster aus der knapp 90 Zentimeter tiefen Elbe, bekleidet nur mit einer dünnen Badehose.

Das größte Aufgebot stellte übrigens die DLRG selbst. Die Retter und ihre Mitstreiter vom Technischen Hilfswerk waren mit insgesamt 75 Kräften vor Ort.

Das "Duo eiskalt": Sabine und Harald Linke (beide 58)
Das "Duo eiskalt": Sabine und Harald Linke (beide 58)  © Steffen Füssel

Titelfoto: Steffen Füssel

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