Dresdner Moschee-Bomber hatte zwei weitere Sprengsätze

Nino K. (30) soll hinter den Anschlägen stecken. Er sprach auch schon bei einer PEGIDA-Demo.
Nino K. (30) soll hinter den Anschlägen stecken. Er sprach auch schon bei einer PEGIDA-Demo.  © Screenshot/YouTube

Dresden - Wenige Tage vor den Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit explodierten in Dresden zwei Sprengsätze. Wie das Oberlandesgericht (OLG) mitteilt, hatte der mutmaßliche Attentäter noch zwei weitere Bomben.

Wie aus einem bisher unveröffentlichten Bericht des OLG, der "Correctiv" vorliegt, hervorgeht, gibt es zwei weitere Sprengsätze, die während der Ermittlungen entdeckt wurden. Offenbar hatte der Hauptverdächtige Nino K. (30) damit weitere Anschläge geplant. Eine Bombe wurde im Dezember in seiner Wohnung sichergestellt. Laut OLG fand man darauf einen Fingerabdruck und DNA-Spuren von Nino K.

Einen weiteren Sprengsatz soll der Verdächtige nach dessen Herstellung in die Elbe geworfen haben. Ermittler hatten die Bombe am Alten Elbarm im Landkreis Meißen geborgen. Auch dort entdeckte man die DNA von Nino K. Außerdem passten die verwendeten Stoffe zu den "Bestellungen des Beschuldigten".

Der PEGIDA-Redner sitzt seit Dezember in U-Haft. Der 30-Jährige soll nicht nur hinter den Anschlägen stecken, sondern auch noch drei Tage später eine Bombenattrappe unterhalb der Marienbrücke platziert haben - um Angst zu verbreiten.

Bei den Sprengstoffanschlägen Ende September detonierte jeweils eine Bombe vor der Fatih-Moschee in Cotta und eine weitere nur eine Stunde später auf dem Dach des internationalen Kongresszentrums (TAG24 berichtete). Zum Zeitpunkt der Explosion befanden sich in der Moschee der Imam, seine Frau und die beiden Söhne. Die Familie blieb unverletzt.

Ende September 2016 detonierte ein Sprengsatz vor der Fatih-Moschee in Cotta.
Ende September 2016 detonierte ein Sprengsatz vor der Fatih-Moschee in Cotta.  © DPA
Nur eine Stunde später explodierte eine Bombe auf dem Dach des Kongresszentrums.
Nur eine Stunde später explodierte eine Bombe auf dem Dach des Kongresszentrums.

Titelfoto: DPA


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