FDP will Jens Genschmar nicht mehr in der Partei

Dresden – Die Mitglieder der FDP Dresden haben mehrheitlich gegen den Verbleib des umstrittenen Politikers und Betreiber des Dresdner Fußballmuseums in der Partei gestimmt.

Die Mitglieder der FDP Dresden wollen, dass Jens Genschmar aus der Partei austritt (Archivfoto).
Die Mitglieder der FDP Dresden wollen, dass Jens Genschmar aus der Partei austritt (Archivfoto).  © Amac Garbe

Beim Kreisparteitag am Samstag wurde der Antrag unter der Überschrift "Klare Kante gegen nationalistische Tendenzen in der FDP Dresden" eingebracht, in dem Genschmar zum Rückzug aus Partei und Stadtratsfraktion aufgefordert wird.

37 Mitglieder stimmten für den Antrag, dass er die FDP verlassen soll, 21 stimmten mit Nein, acht enthielten sich. Damit macht eine deutliche Mehrheit klar, dass sie Genschmar nicht mehr in der Partei haben wollen.

Er selber war während der Abstimmung nicht dabei, er war im DDV-Stadion, wo Dynamo seinen 65 Geburtstag feierte und mit 0:4 gegen Kiel unterging.

In einer Stellungnahme schloss er allerdings aus, dem Antrag zu folgen und aus der Partei auszutreten: "Ich bleibe natürlich trotz des Beschlusses in der FDP und werde um die Mitglieder, die heute gegen mich gestimmt haben, kämpfen", sagte er zu TAG24.

Parteichef Holger Zastrow hatte mit dem Ergebnis gerechnet. "Ich bin enttäuscht, und es wird nicht hilfreich sein für die Wahlen um kommenden Jahr", kommentierte er die Abstimmung.

Die insgesamt 27 Antragsteller werfen dem "Parteifreund" radikale Töne in sozialen Medien bzw. deren Duldung und seine Haltung zum Islam vor.

Titelfoto: Amac Garbe


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