Ferdinandplatz: Neues Rathaus bekommt nur 1000 Plätze für 1300 Mitarbeiter

Dresden - Der Startschuss für das neue Rathaus auf dem Ferdinandplatz ist gefallen. Ein "Generalübernehmer" soll das 140 Millionen Euro teure Haus bauen.

So in etwa könnte das neue Rathaus aussehen. Genaue Pläne folgen 2021.
So in etwa könnte das neue Rathaus aussehen. Genaue Pläne folgen 2021.  © Barcode Architects

Im August 2020 könnten die Angebote fertig sein, im März 2021 soll der Siegerentwurf stehen. Der Plan der Stadt: ein völlig neues, digitales Rathaus mit freien "Arbeitswelten".

So sollen für 1300 Mitarbeiter, hauptsächlich aus dem Bereich von Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (42, Grüne) und Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (53, Grüne), nur 1000 Arbeitsplätze bereitstehen.

Stattdessen sucht sich jeder Mitarbeiter, wie in vielen Internetfirmen üblich, einen freien Platz. Gearbeitet wird ausschließlich mit elektronischen Akten. Wer will, zieht sich in "Denkerzimmer" zurück. Home Office (zu Hause arbeiten) soll leichter möglich werden.

Die Stadt hat sich dafür jetzt auf den Weg gemacht. Die notwendigen Ausschreibungen wurden Anfang Mai veröffentlicht. Damit ab 2022 gebaut werden kann, beginnen im Frühjahr 2020 die archäologischen Grabungen auf dem Areal.

Ein Jahr lang soll gebuddelt werden. Das Rathaus hat daher bereits jetzt für große Teile der bisher als Parkplatz genutzten Flächen die Pachtverträge gekündigt. Ausnahmen bilden die Flächen direkt am Karstadt-Gebäude.

Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (42, Grüne).
Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (42, Grüne).  © Thomas Türpe

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