Brände, Unfälle, Dürre: Das war das heißeste Jahr für Dresdens Feuerwehr

Dresden - Trockenheit, Hitze - das macht Dresdens Feuerwehrmännern nicht nur unter dicken Uniformen zu schaffen, es gab auch mehr zu tun: 157.721 mal mussten die Kameraden von Feuerwehr und Rettungsdienst im Jahr 2018 ausrücken, 8 209 mal mehr als im Vorjahr.

Immer wieder mussten die Kameraden zu schweren Unfällen auf die A4 ausrücken.
Immer wieder mussten die Kameraden zu schweren Unfällen auf die A4 ausrücken.  © Roland Halkasch

Es war ein kurioses Bild des vergangenen Sommers: Damit Dresdens fast 7000 Bäume nicht verdursten, rückte die Feuerwehr aus, goss diese mit dem Löschfahrzeug.

Doch die Trockenheit führte auch zu deutlich mehr tatsächlichen Bränden: 951 mal brannte es, 30 Prozent mehr als 2017.

"Die Anzahl der größeren Brände stieg von 45 im Jahr 2017 auf 67", sagt Dresdens Feuerwehr-Chef Andreas Rümpel (60).

Auch die ständigen Unfälle auf der Autobahn A4 waren für die Einsatzkräfte eine Belastung: "Von den 88 Einsätzen auf Autobahnen waren 61 auf der Autobahn A4", so Rümpel. Nur bei 16 der Autobahneinsätze kam es tatsächlich zu einem Feuer.

Immerhin eine Entspannung gab es: Mit "Friederike" und "Fabienne" hatte die Landeshauptstadt nur zwei Sturmtiefs zu ertragen, die Schäden gingen von 551 Fällen auf 251 zurück. Aufsehenerregende Einsätze waren im vergangenen Jahr der Brand einer Baracke in der Zeunerstraße am 21. Juli, ein brennender Lasteranhänger auf der Autobahn 17 am 4. Dezember.

Der Barackenbrand vom 21. Juli war einer der größten für die Dresdner Feuerwehr.
Der Barackenbrand vom 21. Juli war einer der größten für die Dresdner Feuerwehr.  © Roland Halkasch

Auch die Brandstiftung eines Dresdners (34) auf den Laster eines Getränkemarkts in der Conradstraße richtete großen Schaden an: Nicht nur, dass der Transporter komplett ausbrannte, auch schossen Gasflaschen von der Ladefläche gegen das Gebäude, demolierten so die Mauern.

Ein leidiges Thema bleiben jedoch Fehlalarme: "785 mal schlugen Brandmeldeanlagen an, obwohl es nicht brannte", so der Feuerwehr-Chef.

"Das ist immer störend, andererseits ist das hochgerechnet nur ein Fehlalarm pro Anlage. Der Einsatz der Anlagen ist also durchaus sinnvoll."

Der Brand in der Zeunerstraße forderte den Feuerwehrmännern einiges ab.
Der Brand in der Zeunerstraße forderte den Feuerwehrmännern einiges ab.  © Roland Halkasch
Dresdens Feuerwehr- und Rettungsdienst-Chef Andreas Rümpel (60) hat mit seinen Kollegen ein anstregendes Jahr hinter sich.
Dresdens Feuerwehr- und Rettungsdienst-Chef Andreas Rümpel (60) hat mit seinen Kollegen ein anstregendes Jahr hinter sich.  © Roland Halkasch
Ein Las­ter­an­hän­ger in Flam­men auf der Au­to­bahn 17 führ­te zu stun­den­lan­gen Sper­run­gen.
Ein Las­ter­an­hän­ger in Flam­men auf der Au­to­bahn 17 führ­te zu stun­den­lan­gen Sper­run­gen.  © Roland Halkasch

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