Putin schickt seinen Katastrophenschutz nach Dresden

Dresden - Volle Hallen im Ostragehege: Auf der Feuerwehrmesse "Florian" zeigen Rettungskräfte bis Sonnabend, was sie alles drauf haben.

Die "Florian" im Messegelände: Auf tägliche Übungen im Freigelände geht es heiß her, wie ein Feuerlöschtrainer anschaulich demonstriert.
Die "Florian" im Messegelände: Auf tägliche Übungen im Freigelände geht es heiß her, wie ein Feuerlöschtrainer anschaulich demonstriert.  © Petra Hornig

Mit 230 Ausstellern aus zehn Ländern sind so viele gekommen wie noch nie. Erstmals zeigt sich sogar Putins Katastrophenschutzministerium in Dresden.

Rettungsübungen im Freien, gepanzerte Sanitätsfahrzeuge, Hubschrauber-Simulator: Für Besucher gibt es auf der 17. Florian viel zu entdecken.

Ein Schwerpunkt beim Nachwuchs: "Wir brauchen in den nächsten fünf Jahren 100 neue Kameraden", sagt Dresdens Feuerwehrchef Andreas Rümpel (60).

Am Stand der sächsischen Jugendfeuerwehr wuselten Dutzende Kids umher, bohrten und schliffen Holz: "Wir schulen hier auch handwerkliches Geschick", sagt Jugendwart Steve Schumann (33). Nachwuchskraft Oscar (11):

"Wir machen auch Wettkämpfe, Laufen durch Wald und Rudern. Das macht Spaß und ich bin mit Freunden zusammen."

Auf dem Speiseplan: Kartoffelsuppe, Schnitzel, Schweinebraten

Nachwuchskräfte schulen ihr handwerkliches Geschick: Justin (12, l.) und Oskar (11) schleifen Holz am Stand der Jugendfeuerwehr Sachsen.
Nachwuchskräfte schulen ihr handwerkliches Geschick: Justin (12, l.) und Oskar (11) schleifen Holz am Stand der Jugendfeuerwehr Sachsen.  © Petra Hornig

Stolz präsentiert das Innenministerium seinen brandneuen Gerätewagen (GW-V) mit mobiler Feldküche: "Bis 250 Kräfte können damit am Einsatzort verpflegt werden", so Mitarbeiterin Sandra Richter (39). Möglicher Speiseplan: Kartoffelsuppe, Schnitzel, Schweinebraten. 14 Fahrzeuge werden Sachsens Hilfsorganisationen (etwa DRK, Johanniter, ASB) nun erhalten.

Für Gesprächsstoff sorgt der Stand des mächtigen Katastrophenschutzministeriums "Emercom" mit fünf russischen Delegierten. "Das sie hier sind ist für uns überraschend, weil die Kontakte zum russischen Katastrophenschutz seit der Ukraine-Krise eingefroren sind", erklärt der Präsident des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenschutz Christoph Unger (60).

"Wir liefern auch Ausstattung an den ukrainischen Zivil- und Grenzsschutz." Sein Fazit nach kurzem Austausch (auf Englisch) am Russen-Stand: "Sie versuchen offensichtlich, wieder Arbeitsbeziehungen herzustellen. Zurück zum Zustand vorm Ukraine-Konflikt. Aber man kann nicht so tun, als ob wir das alles vergessen."

Aufgepasst: Wir verlosen 10x2 Messe-Freikarten: Ruft heute um 11.30 Uhr bei uns an, Telefon 0180/5001861 (0,14 Euro/Minute a. d. Festnetz, mobil teurer).

Sandra Richter (39) vom Innenministerium vor dem neuen Gerätewagen (GW-V) mit mobiler Feldküche.
Sandra Richter (39) vom Innenministerium vor dem neuen Gerätewagen (GW-V) mit mobiler Feldküche.  © Petra Hornig
Politisch brisant: Deutschlands oberster Katastrophenschützer Christoph Unger (60, l.) im Gespräch mit seinen russischen Kollegen vom Katastrophenschutzministerium "Emercom".
Politisch brisant: Deutschlands oberster Katastrophenschützer Christoph Unger (60, l.) im Gespräch mit seinen russischen Kollegen vom Katastrophenschutzministerium "Emercom".  © Petra Hornig

Titelfoto: Petra Hornig (Montage)

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