Flucht nach Berlin: Start-up hat keinen Bock mehr auf Dresden





Paradestück der Green City Solution: Die „Grüne Wand“ und ihre 
Dresdner Erfinder.
Paradestück der Green City Solution: Die „Grüne Wand“ und ihre Dresdner Erfinder.

Dresden - Kaum haben sie Dresden verlassen, fließen die Millionen. Alle Welt ist heiß auf die Pflanzenbänke des grünen Vorzeige-Start-ups „Green City Solution“ (TAG24 berichtete). Nur Dresden wollte sie nicht.

„Wir haben das Gespräch mit Dresden gesucht“, ärgert sich Firmen-Mitgründer Peter Sänger und kritisiert fehlenden Mut der Stadt und einen Mangel an Gründerkultur.

Mit ihren bepflanzten High-Tech-Wänden wollten sie die Feinstaubwerte der Innenstadt senken und als Vorbild dienen. Acht der „CityTrees“ standen letzten Sommer vorübergehend auf dem Neumarkt - als Ausstellung. Für mehr zeigte die Stadt kein Interesse. Trotz guter Kooperation mit den Dresdner Unis „flohen“ die prämierten Gründer mit der nun 20-köpfigen Firma nach Berlin.

"Jetzt fühlen wir uns aufgehoben“, sagt der junge Unternehmer. Flughafen, ICE-Anschluss, gute Mitarbeiter, Geldgeber und die Nähe zu Politikern und Diplomaten nennt er als Standortvorteil. Ihre Auftraggeber sind Großstädte wie Oslo, Hongkong oder Paris.

Der Umzug zahlt sich aus! Risikokapital in Millionenhöhe konnten die vier Architektur-, Maschinenbau-, Informatik- und Biologie-Experten einsammeln. „Die harten Dresdner Zeiten ohne Geld sind erst einmal vorbei“, freut sich Sänger. Damit das so weitergeht, sollen die neuen Millionen in internationales Marketing, Vertrieb, die Dresdner Produktion und neue Mitarbeiter fließen.

Sänger: „Wir wollen uns weiter professionalisieren.“ Fünf Jobs, vom Marketing bis zum Gartenbauer, sind noch zu vergeben.


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