Flughafen Dresden: Diese Mitarbeiter bringen Euch sicher in den Urlaub!

Mehr als 200 Flugzeuge starten jede Woche in Klotzsche.
Mehr als 200 Flugzeuge starten jede Woche in Klotzsche.  © Eric Münch

Dresden - Von Dresden in die weite Welt: Zur Ferienzeit ist jetzt auch auf dem Dresdner Flughafen ordentlich Betrieb!

Über 200 Flieger starten jede Woche in Klotzsche, düsen in 30 Städte (Vorjahr: 31) in 13 Ländern. „Wir haben jetzt bis zu 7000 Passagiere täglich, die abheben oder landen“, sagt Flughafen-Sprecher Christian Adler (39).

Hauptsächlich könnt Ihr quer durch Europa reisen, aber auch Ägypten (Hurghada), Afrika und die Türkei (Antalya und Dalaman) in Vorderasien sind von Dresden im Direktflug erreichbar. Zum ersten Mal überhaupt fliegt am Dienstag eine Boeing-737 nach Reykjavik in Island! Im letzten Jahr reisten 1,67 Millionen Passagiere über Klotzsche (2015: 1,73 Millionen). 2017 startete mit Rückenwind und elf Prozent mehr Besuchern als im Vorjahr.

Rund 1000 Mitarbeiter sorgen täglich dafür, dass Ihr sicher und gut abheben könnt.

Tag24 hat einige in Schlüsselpositionen an ihrem Arbeitsplatz besucht ...

Pilot Olaf Feig.
Pilot Olaf Feig.  © Eric Münch

Der Pilot: Olaf Feig (52) fliegt für Germania (18 Ziele und 33 Starts pro Woche). Drei bis vier mal hebt der Sachse aus Dresden ab, gestern mit einer Boeing 737 (148 Plätze) und 104 Passagieren nach Fuerteventura.

Oft hat er nur 45 Minuten Aufenthalt, bevor er wieder ins Cockpit muss. Manchmal auch mit Übernachtung: „Dann gehe ich oft mit der Crew Essen. Wenn noch Zeit ist, mache ich im Hotel Fitness, gehe in die Sauna.“

Übrigens: „Wegen der geringen Verkehrsdichte fliegt es sich in Dresden reibungslos.“

Gepäckmeister Ricardo Böhme.
Gepäckmeister Ricardo Böhme.  © Eric Münch

Der Gepäckmeister: Ricardo Böhme (35) kümmert sich als Oberlader bei Portground (125 Mitarbeiter in Dresden) ums Gepäck. Mit bis zu fünf Kollegen be- und entlädt er einen Flieger, wuchtet bis zu 300 Koffer pro Schicht.

Etwa zehn Minuten braucht das Gepäck vom Transportband bis zu den wartenden gelandeten Passagieren. „Der Job ist körperlich belastend, aber dafür brauch ich nicht ins Fitnessstudio“. Gelegentlich schwenkt er auch rote Stäbe, weist Flugzeuge auf ihren Parkflächen ein.

Bei den Flughafentouren kann man auch den Gepäckladern über die Schulter schauen (Infos gibt es hier.)

Die Fluglotsen im Tower.
Die Fluglotsen im Tower.  © Eric Münch

Fluglotsen im Tower: Der Tower der Deutschen Flugsicherung (DFS) ging im Sommer 2005 in Betrieb, befindet sich am Vorfeld des Airports. Der Turm ist 25 Meter hoch, verfügt über eine Radaranlage. Die Fluglotsen überwachen den gesamten Luftraum über Dresden (auch Hubschrauber, Sportflieger), prüfen Routen, Höhen und Geschwindigkeiten.

Aber: Für die Zukunft ist geplant, dass der Tower in Leipzig/Halle die Kontrolle in Dresden übernimmt, laut DFS frühestens 2018.

Benjamin Klaus.
Benjamin Klaus.  © Eric Münch

Unser Mann am Schalter: Benjamin Klaus (27) arbeitet als „Service Agent“ am Check-in. Er kontrolliert Ausweise und Reisepässe, nimmt das Gepäck ab (erlaubt je nach Airline mindestens 20 Kilo, maximal 32 Kilo mit Aufpreis), kümmert sich auch um gewünschte Sitzpositionen.

„Wer am Fenster sitzen will, sollte zwei Stunden vor Abflug da sein und uns das sagen. Das klappt dann in der Regel.“ Wer bummelt hat Pech, bleibt sitzen! Grundsätzlich gilt: „Keine Verspätungen des Fliegers wegen verspäteter Gäste.“

Ewelina Szostak (l.) und Olalla Varela Varela.
Ewelina Szostak (l.) und Olalla Varela Varela.  © Eric Münch

Hier gibt‘s (fast) alles: Ewelina Szostak (34) und Olalla Varela Varela (25) vom Flughafen-eigenen Shop „Gate 14“ wissen, was Passagiere gerne kaufen - und vergessen!

„Häufig wird Zahnpasta gekauft. Auch Koffer und Taschen, wenn mal etwas kaputt geht oder wegen Übergepäck.“ Kids stauben oft Glubschis (12,95 Euro) ab. Beliebteste Dresden-Souvenirs: Magneten (bis 4,95 Euro), Flaschenöffner (2,90 Euro) und Schokolade (1,25 Euro).

Ein Geheimtipp: „Whiskey verkaufen wir regelmäßig. Bei uns sollen auch die Preise stimmen, sagen uns Käufer.“ Topseller auch Wasser und „fruit2go“ (0,5 Liter für je 1,75 Euro) und Salat (3 Euro). Die durchsichtigen Tüten (für Flüssigkeiten á 100 Millilitern) kosten 30 Cent.

Esther Puplick und TAG24-Reporter Hermann Tydecks in der Sicherheitsschleuse.
Esther Puplick und TAG24-Reporter Hermann Tydecks in der Sicherheitsschleuse.  © Eric Münch

Achtung Kontrolle! Esther Puplick (50) arbeitet seit 25 Jahren bei der Bundespolizei an der Sicherheitskontrolle. Sie kontrolliert das Röntgen-Gerät, welches Hand- und Reisegepäck durchleuchtet, tastet Passagiere ab.

Bis 150 Personen durchlaufen eine Schleuse pro Stunde. „Bei Geschäftsleuten geht’s meist schneller, da die besser vorbereitet sind als Urlauber. Vielflieger nutzen eher die durchsichtigen Tüten für Flüssigkeiten, packen Notebooks gleich separat.“

Gefunden werden zunehmend mehr Tierabwehrsprays im Handgepäck (240 in 2016)! Die landen noch an der Schleuse im Müll. Kurios: „Ein Passagier kam mit Ratte auf der Schulter, wollte sie nicht abgeben. Er durfte nicht mitfliegen.“


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