Macht Germania den Abflug aus Dresden?

Dresden - Hiobsbotschaft für den Flughafen Dresden: Die Fluggesellschaft Germania steckt in Finanznöten, soll sogar zum Verkauf stehen (TAG24 berichtete). Deren Flieger heben aber weiter regulär ab, beteuert Germania.

Schlechte Nachrichten für Dresden: Germania steckt in Schwierigkeiten. Die Airline braucht dringend Geld.
Schlechte Nachrichten für Dresden: Germania steckt in Schwierigkeiten. Die Airline braucht dringend Geld.  © Eric Münch

"Germania prüft aktuell mehrere Optionen einer Finanzierung, um den kurzfristigen Liquiditätsbedarf zu sichern", so die Airline.

Dass das Geld knapp wurde, begründet die Fluggesellschaft u.a. mit massiven Kerosinpreissteigerungen.

Zudem mit Verzögerungen bei der Aufnahme neuer Jets in die Flotte sowie der Abwertung des Euro zum US-Dollar.

Laut dem Portal "Aerotelegraph" wird auch ein Verkauf erwogen, bislang aber erfolglos.

Demnach brauchte Germania bereits kurz vor dem Jahreswechsel 20 Millionen Euro, um weiterfliegen zu können. Germania wollte dies nicht kommentieren.

Laut Sprecher Lars Wagner verläuft der Flugbetrieb ohne Einschränkungen. Ein Schweizer Reiseveranstalter hat indes die Sitzplatzbuchung vorerst gestoppt.

Ein Wegfall der Germania-Verbindungen wäre eine Katastrophe für Dresden. Die Airline ist wichtigster Anbieter. "Es gibt bis zu 23 Starts pro Woche, drei Flugzeuge sind hier stationiert", so Uwe Schuhart, Sprecher der sächsischen Flughäfen. Zuletzt hatte Germania die nicht rentable Verbindung nach St. Petersburg eingestellt (TAG24 berichtete).

Im Winterflugplan stehen zwölf Ziele ab Dresden. Ab Sommer will Germania ab Dresden neu nach Larnaka (Zypern) und Dalaman (Türkei) fliegen. In Leipzig spielt die Airline eine untergeordnete Rolle.

Update, 14.05 Uhr: Hoffnungsschimmer bei der in Finanznöte geratenen Fluggesellschaft Germania. "Unsere Gespräche mit potentiellen Investoren, die uns finanziell unterstützen wollen, verlaufen positiv", zitiert die Touristik-Fachzeitschrift "fvw" aus einem Schreiben von Germania-Chef Karsten Balke (45) an die Mitarbeiter. Ein Germania-Sprecher bestätigte die Inhalte. So habe die Fluggesellschaft erste verbindliche Zusagen, um ihre Finanzierungslücke zu decken. Die ersten beiden größeren Beträge sollen schon am heutigen Donnerstag zur Verfügung stehen. "Wir sind zuversichtlich, die darüber hinaus noch ausstehenden Mittel in Kürze ebenfalls sichern zu können", schrieb Balke laut "fvw". Das ernsthaft geäußerte Interesse der Investoren stimme die Geschäftsführung optimistisch. Germania ist die wichtigste Airline am Flughafen Dresden.

Der Tower am Dresdner Flughafen
Der Tower am Dresdner Flughafen  © Eric Münch

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