400.000 Euro! Sachsen rüstet beim Flutschutz auf

Dresden - Flutkatastrophen haben in den vergangenen Jahren verheerende Schäden in Sachsen angerichtet. Deshalb hat das Land nun über 400.000 Euro in eine neue Technologie investiert. In Dresden ging am Mittwoch ein neues Frühwarnsystem in Betrieb. Und das warnt rechtzeitig vor Hochwasser durch Starkregen.

Flutkatastrophe in Dresden im Jahr 2002.
Flutkatastrophe in Dresden im Jahr 2002.  © DPA

Das aktuelle System wurde nach der Flutkatastrophe 2002 entwickelt - nun ist es um eine Funktion reicher. "Klimaexperten warnen weltweit vor einer Zunahme von lokalen Starkregenereignisse, für die ein pegelbezogenes System nicht immer ausreichend schnell ist", sagt Umweltstaatssekretär Dr. Frank Pfeil (57).

"Die neue Funktion wurde ein Jahr lang getestet", sagt Dr. Uwe Müller (54) vom Landeshochwasserzentrum.

Mit guter Trefferquote: "85 Prozent aller Hochwasser durch starken Regen wurden vorhergesagt", so Müller. In nur einem Prozent handelte es sich um Fehlwarnungen.

Um auf einen schnellen Wetterumschwung zu reagieren, aktualisieren sich die Prognosen alle drei Stunden. Die Frühwarnungen werden für 16 Gebiete in Sachsen herausgegeben.

Ab 2019 soll auch eine App verfügbar sein. Die aktuellen Prognosen können auf der Website des Landeshochwasserzentrums eingesehen werden.

Umweltstaatssekretär Dr. Fank Pfeil (57)
Umweltstaatssekretär Dr. Fank Pfeil (57)  © Thomas Türpe