Tolle Truppe hält Dresdens Wanderwege in Schuss

Dresden - Ein Spaziergang durch die Dresdner Heide, ein Streifzug durch das Schönfelder Hochland - was kann es im Frühjahr schöneres geben. Dresden verfügt über 350 Kilometer Wanderweg. Und die wollen in Schuss gehalten werden. Seit mehr als 25 Jahren widmen sich Frank Werth (74) und seine rüstigen Mitstreiter dieser verantwortungsvollen Aufgabe.

Wind, Wetter und Vandalismus: Das sind die Grunde dafür, dass viele Markierungen regelmäßig erneuert werden müssen.
Wind, Wetter und Vandalismus: Das sind die Grunde dafür, dass viele Markierungen regelmäßig erneuert werden müssen.  © Norbert Neumann

"Unsere Ehrenamtlichen stemmen mit ihrem Engagement eine Mammutaufgabe", sagte Eva Jähnigen (53, Grüne) anerkennend. "Sie sorgen dafür, dass sich Wanderer und Spaziergänger jederzeit gut orientieren können."

Derzeit arbeiten zwölf sogenannte Wanderwegewarte im Stadtgebiet. Die meisten davon sind jenseits der 60, einige gehen schon auf die 90 zu. Sie alle gehören dem Dresdner Wander- und Bergsteigerverein (DWBV) an.

Die Wegewarte markieren im Auftrag der Stadtverwaltung die Wanderwege Dresdens. Wo nötig, erneuern sie die Wegmarkierungen. Außerdem tauschen sie alte gegen neue Wegweiser aus.

"Etwa 20 Schilder im Jahr fallen allein dem Vandalismus zum Opfer", bedauert Hauptwegewart Frank Werth (74). "Das ist frustrierend!"

Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen beruft Wanderwegewarte im Rathaus

Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (53, Grüne) mit Frank Werth (74) und Günther Schönberger (83, r.) bei der Berufung der Wanderwegewarte im Rathaus.
Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (53, Grüne) mit Frank Werth (74) und Günther Schönberger (83, r.) bei der Berufung der Wanderwegewarte im Rathaus.  © Norbert Neumann

Mittwoch berief Umweltbürgermeisterin Jähnigen die Wanderwegewarte für die nächsten beiden Jahre. Stellvertretend für alle ehrenamtlichen Helfer nahmen Frank Werth, Günther Schönberger (83) und Hans Bürger (84) die Berufungsurkunde im Rathaus entgegen.

"Wir leben für diese Aufgabe", sagt Hans Bürger. Er ist seit 1992 im DWBV, betreut sechs Wanderwege (24 Kilometer). Im Sommer ist er zweimal im Monat in der Heide unterwegs, um nach dem Rechten zu schauen.

Inzwischen nicht mehr zu Fuß, sondern mit dem Rad. Der passionierte Wanderer kann nach einer Herz-OP nicht mehr ganz so, wie er gern will. Die Markierungen malt er selbst. Müssen Wegweiser angebracht werden, nimmt er seine Frau Ulla (76) mit - zum Leiter halten.

Die rüstige Truppe sieht keinen großen Nachwuchs-Bedarf. Man könne diese Aufgabe eh nur mit viel Herzblut machen. "Und wir hängen auch einfach sehr daran", so Bürger. Trotz seiner 84 Lenze - ans Aufhören denkt er nicht: "Ich mache das noch, so lange ich kann!"

Hans Bürger (84) kümmert sich seit 1992 um die Markierung und Beschilderung von rund 24 Kilometern Wanderweg in der Dresdner Heide.
Hans Bürger (84) kümmert sich seit 1992 um die Markierung und Beschilderung von rund 24 Kilometern Wanderweg in der Dresdner Heide.  © Norbert Neumann

Titelfoto: Norbert Neumann

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