Freddy Mercurys Geist lebt weiter: Comödie zeigt das Musical "Show Must Go On"

Dresden - In den Kinos ist es derzeit einer der Renner: Der Film "Bohemian Rhapsody" über den Queen-Frontmann Freddy Mercury fasziniert die Zuschauer. Nicht das erste Mal, dass das schillernde Leben des charismatischen Sängers künstlerisch aufgegriffen wird.

Das Musical-Personal in einer Vorab-Aufnahme.
Das Musical-Personal in einer Vorab-Aufnahme.  © Chris Gonz

Zwei britische Queen-Musicals liefen jahrelang im Londoner West End, ein deutsches hatte vergangenes Jahr seine Uraufführung. "Show mus go on" heißt die Produktion, die in der kommenden Spielzeit in der Comödie Dresden zu sehen ist.

Freddy Mercury begeistert noch heute. Der 1946 auf Sansibar, einer Insel im heutigen Tansania, geborene Entertainer hat als Mitbegründer und Frontmann der Band "Queen" Weltruhm erlangt und gehört zweifellos zu den bedeutendsten Sängern der Rockgeschichte.

Er komponierte Welthits wie "Bohemian Rhapsody" oder "We Are the Champions", füllte mit seiner charakteristischen Theatralik weltweit ganze Stadien. Allerdings pflegte der extravagante Künstler auch einen ausschweifenden Lebensstil - der ihm letztlich früh zum Verhängnis wurde.

Mercury kämpfte zwischen rauschenden Partys und gesellschaftlichen Konventionen mit seiner inneren Zerrissenheit, haderte mit seiner Homosexualität, zu der er sich nie offiziell bekannte, hatte trotzdem immer wieder Beziehungen zu jüngeren Männern. Mitte der 80er-Jahre infizierte er sich mit dem HI-Virus und starb 1991 im Alter von nur 45 Jahren an Aids.

Das erwartet die Zuschauer in Dresden

Das Original: Freddie Mercury bei einem Auftritt 1984.
Das Original: Freddie Mercury bei einem Auftritt 1984.  © Imago

Wahrlich genug Stoff für ein Biopic. Der Film "Bohemian Rhapsody" hat sich nach langer Produktionszeit daran gewagt, Mercurys Leben ab- und nachzubilden. Gefeiert wird das Werk vor allem für die Schauspieler, die die Musiker so vollendet darstellen.

Kritisiert wird der Film aber dafür, die exzessiven Seiten des Sängers zu vernachlässigen. Doch der ist letztlich vor allem für seine Musik im Gedächtnis geblieben, was die Geschichte von Queen natürlich auch für die Musical-Bühne prädestiniert.

Publikumserfolge waren in London das Queen-Musical "We Will Rock You" und die Fortsetzung "The Show Must Go On". Unabhängig davon hat Ingmar Otto, Intendant des Kammertheaters Karlsruhe, eine eigene Hommage an Ausnahmetalent und Paradiesvogel Mercury geschrieben.

Die Uraufführung von "Show Must Go On" fand im vergangenen Jahr statt. Ottos musikalische Inszenierung setzt ganz auf den charismatischen Bühnenmenschen Freddie Mercury, zeigt aber auch Episoden seines dekadenten Privatlebens.

"Mercurys Sexualität spielt in 'Show Must Go On' schon eine Rolle", sagt Christian Kühn, Intendant der Comödie, der die Produktion in der kommenden Spielzeit nach Dresden holt. Vor allem aber dürfen die großen Hits von Queen nicht fehlen.

So ist ein mitreißendes Musical entstanden, das den Geist der Rocklegende auf die Bühne bringt, erzählt von einem fünfköpfigen Ensemble, begleitet von einer Live-Band.

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