Kriegsgott ist wieder Sachse: "Dresdner Mars" präsentiert

Freiberg / Dresden - Nur 40 Zentimeter ist die Figur groß, und doch strahlt sie Kraft und Energie aus: Der "Dresdner Mars" ist ein Kunstwerk voller Anmut. Nach fast 100 Jahren in Privatbesitz wäre der Kriegsgott beinahe für immer verloren gewesen, nun ist die Bronzestatuette zurück in Sachsen. Am Mittwoch wurde sie in Freiberg erstmals präsentiert.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (43, CDU) und Kulturstaatsministerin Monika Grütters (57, CDU) bestaunen den "Dresdner Mars" in Freiberg.
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (43, CDU) und Kulturstaatsministerin Monika Grütters (57, CDU) bestaunen den "Dresdner Mars" in Freiberg.  © Klaus Jedlicka

Großer Bahnhof für die Rückkehr des Kunstwerks: Unter anderem begrüßten Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU), Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU), Kulturministerin Eva-Maria Stange (SPD) und Marion Ackermann, Chefin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD), die Figur, die Sachsens Kurfürst Christian I.

1587 von Renaissancebildhauer Giambologna geschenkt bekam. 1924 ging sie ans Haus Wettin, das sie verkaufte. Die Bayer AG, seit 1983 im Besitz der Bronze, wollte sie 2018 versteigern.

Nur ein Kraftakt konnte das verhindern: Bund, Länder, Stiftungen und Förderer machten schnell viel Geld locker, um den "Mars" für Dresden und Deutschland zu sichern: Grütters steuerte eine Million Euro aus ihrem Haus bei, die SKD mit 1,3 Millionen Euro ihren Ankaufsetat für 2019 und 2020.

Weitere 1,15 Millionen Euro gab es von der Kulturstiftung der Länder.

Ab Dezember wird der "Mars" im dann wiedereröffneten Semperbau zu sehen sein, vorher "reist" er durch den Freistaat. Der Beginn dieser "Welcome-Home-Tour" war am Mittwoch im Stadt- und Bergbaumuseum Freiberg, wo die Figur bis zum 31. März gezeigt wird.

Weitere Stationen sind Torgau und Chemnitz. MP Kretschmer: "Unsere kulturellen Schätze sind nicht nur in den großen Städten beheimatet, sondern in ganz Sachsen."

Heiko Götze (52, l.) und Ulrich Schadenberg (75) von der Hüttenknappschaft bewundern den "Kriegsgott" Dresdner Mars.
Heiko Götze (52, l.) und Ulrich Schadenberg (75) von der Hüttenknappschaft bewundern den "Kriegsgott" Dresdner Mars.  © Klaus Jedlicka

Titelfoto: Klaus Jedlicka

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