Für 9 Millionen Euro: Leipziger Vorstadt soll flutsicher werden

Dresden - Das Elbehochwasser 2013 traf Pieschen und die Leipziger Vorstadt mit voller Wucht. Verzweifelt versuchten Hunderte Freiwillige damals mit Sandsäcken der Wassermassen Herr zu werden. Künftig will die Stadt besser auf Hochwasser vorbereitet sein.

Zwei Stadt-Mitarbeiter stehen im Juni 2013 vor einer überfluteten Kleingartenanlage an der Leipziger Straße.
Zwei Stadt-Mitarbeiter stehen im Juni 2013 vor einer überfluteten Kleingartenanlage an der Leipziger Straße.  © dpa/Arno Burgi

So sollen verschiedene Schutzvarianten für den Bereich zwischen Marienbrücke und der Molenbrücke in Pieschen (rund 2,5 Kilometer) erörtert werden. Anfang Juni soll dem Stadtrat eine Vorzugsvariante zum Beschluss vorliegen. Die soll anschließend mit den Bürgern der Stadt diskutiert werden.

Laut Umweltamt sei ein Mix aus Schutzmauern, Aufschüttungen und mobilen Elementen geplant. "Die Kosten belaufen sich grob geschätzt auf 9 Millionen Euro", sagt Abteilungsleiter Jens-Olaf Seifert.

Ob die geplanten Maßnahmen umgesetzt werden, entscheidet letztlich der Freistaat. Denn Elbe-Hochwasserschutz ist Ländersache. Grünen-Stadträtin Kati Bischoffberger (50) appelliert an die Landesregierung: "Nehmen Sie den Schutz der Bevölkerung endlich ernst!"

Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (53, Grüne) ist zuversichtlich, dass der Freistaat die geplanten Maßnahmen umsetzen und finanzieren wird.
Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (53, Grüne) ist zuversichtlich, dass der Freistaat die geplanten Maßnahmen umsetzen und finanzieren wird.  © Ove Landgraf

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