Gar nicht lustig! Dresden verbietet Smileys

Dresden - Fast überall in Deutschland zeigen kleine, entweder böse oder freundlich blickende Smileys Autofahrern an, ob sie zu schnell unterwegs sind.

Solche Warnsysteme sind in Dresden momentan noch verboten.
Solche Warnsysteme sind in Dresden momentan noch verboten.  © Steffen Füssel, imago stock&people

Was kaum einer weiß: Dresden sperrt sich seit Jahren gegen die Errichtung sogenannter Geschwindigkeits-Warnanlagen. Das könnte sich jetzt ändern.

Im konkreten Fall wollte ein Anwohner zwei der Geräte in Coschütz aufstellen lassen, aus eigener Tasche bezahlen und sogar die Wartungskosten für bis zu zehn Jahre übernehmen. Während der Einwohnerfragestunde erklärte Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (41, Grüne), warum Dresden die Aufstellung bisher kategorisch ablehnt. "Es gibt keine ausreichenden wissenschaftlichen Erkenntnisse, auf deren Grundlage eine positive Entscheidung getroffen werden könne."

Nur via Blitzer verhängte Strafen führten direkt zu einer Verhaltensänderung. Einmal aufgestellt, käme es zu einer Flut von "Smiley-Wünschen" vor Kitas, Schulen und Seniorenheimen.

Der Einwand im Stadtrat: Neben Berlin gibt es auch in vielen Dresdner Umlandgemeinden solchen Hinweistafeln, nur Dresden stellt sich quer. Der Baubürgermeister will das Thema nun zumindest nochmals prüfen.

Titelfoto: Steffen Füssel, imago stock&people


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