Gefälschte Gebührenbriefe verschickt: Gericht verknackt Firmen-Abzocker

Dresden - Ein krimineller Ring zockt mit falschen Gebührenbriefen massenweise Firmen ab. Jetzt hat das Landgericht zumindest zwei Mittäter verurteilt. Die Bande aber agiert immer noch, sagte ein Ermittler.

Lothar B. (57) bekam eine Haftstrafe. Noch ist das Urteil vom Landgericht aber nicht rechtskräftig.
Lothar B. (57) bekam eine Haftstrafe. Noch ist das Urteil vom Landgericht aber nicht rechtskräftig.  © Holm Helis

Laut Anklage gründete Lothar B. (57) die Firma GKM in Dresden, eröffnete unter falschem Namen viele Konten. Die GKM schrieb massenweise Firmen an, die alle beim Handelsregister Korrekturen wie Abmeldung, Ummeldung oder Adressänderungen beantragt hatten.

Dafür fallen tatsächlich Gebühren an, aber die GKM schaltete sich dazwischen. Mit gefälschten Schreiben forderte sie bis zu 900 Euro Gebühren. So kassierten die Kriminellen laut Anklage 110.000 Euro. Das Geld hob zum Teil der Mitangeklagte Ronaldo R. (60) ab.

Im Prozess kam heraus: Mit der Ermittlung der beiden Angeklagten ist der deutschlandweit arbeitende Ring nicht gesprengt. Noch immer werden in Verteilzentren der Post massenweise gefälschte Gebührenbescheide zum Versand abgegeben. Und fürs Abheben wurde auch schon ein Obdachloser eingespannt.

Immerhin: Lothar B. bekam 28 Monate Haft. Ronaldo R. kassierte fünf Monate auf Bewährung.

Ronaldo R. (60) kassierte Bewährung, weil er ergaunertes Geld vom Konto abhob.
Ronaldo R. (60) kassierte Bewährung, weil er ergaunertes Geld vom Konto abhob.  © Holm Helis

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