Gemeinwohl-Ökonomie: Wie fair ist Dresden wirklich?

Dresden - Braucht Dresden ein radikales Umdenken beim Wirtschaften? Linke und Grüne fordern, dass im Rathaus zukünftig faire Löhne, weltweiter Umweltschutz und der Ausschluss von Kinderarbeit wichtiger sein sollen als der reine Preis.

Torsten Schulze (49, Grüne) wünscht sich mehr Umweltschutz und Wahrung der Menschenwürde.
Torsten Schulze (49, Grüne) wünscht sich mehr Umweltschutz und Wahrung der Menschenwürde.  © Steffen Füssel

Konkret sollen in einem ersten Schritt ausgewählte städtische Unternehmen eine Gemeinwohl-Bilanz aufstellen. Private Unternehmen, die daran Interesse haben, sollen gefördert werden.

"Die Gemeinwohl-Ökonomie bietet die Möglichkeit, anhand festgelegter Kriterien 'die andere Seite der Medaille' zu bewerten. Es kann nicht nur darum gehen, mit möglichst viel Gewinn zu wirtschaften, wenn Menschen ausgebeutet oder wenig nachhaltige Ressourcen genutzt werden", so Kerstin Wagner (39, Linke).

Denkbar für einen Test wäre der IT-Eigenbetrieb der Stadt. Bei der Bestellung neuer Laptops oder Server würden dann faire Löhne und Umweltschutz der Zulieferer in Asien im Fokus stehen.

"Stuttgart hat einen ähnlichen Antrag bereits beschlossen und setzt ihn beim kommunalen Sozialunternehmen um. Auch Dresden darf nicht mehr zum günstigsten Preis einkaufen und dabei Umweltschutz und Menschenwürde außen vor lassen", so Torsten Schulze (49, Grüne).

Sein Ziel: Langfristig soll die Gemeinwohl-Bilanz fester Kriterien-Bestandteil bei städtischen Ausschreibungen werden.

Auch Kerstin Wagner (39, Linke) engagiert sich für mehr Gemeinwohl-Ökonomie in Dresden.
Auch Kerstin Wagner (39, Linke) engagiert sich für mehr Gemeinwohl-Ökonomie in Dresden.  © Steffen Füssel

Titelfoto: Steffen Füssel

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