Mann randaliert in Döner-Imbiss und klagt Besitzer an

Dönerchef Ahmet Özer (44, rechts) vor seinem Döner-Laden auf der Alaunstraße.
Dönerchef Ahmet Özer (44, rechts) vor seinem Döner-Laden auf der Alaunstraße.

Von Steffi Suhr

Dresden - Seit Januar ist in der Neustadt die "Mobile Security" unterwegs, um Randale in den Kneipen zu unterbinden. Vielleicht hätte sie auch den Fall im April 2015 verhindert, der am Donnerstag im Amtsgericht verhandelt wurde.

Laut Anklage hatte Ahmet Özer (44), Chef des Ararat Döner-Imbiss, den Gast Kichan B. (38) getreten und geschlagen. "Ich war im Büro, hörte Geschrei", so Özer. "Im Laden randalierte ein Gast, er wollte nicht gehen. Also hielt ich ihn fest, rief die Polizei."

Sein Angestellter Hicham M. (37): "Der Mann kam mit Bekannten, bestellte Döner. Sie sprachen arabisch wie ich. Einer sagte, er wolle mein Handy klauen, das neben der Kasse lag. Als ich es wegsteckte, wurde er beleidigend. Er behauptete, ich hätte ihm kein Wechselgeld gegeben, wurde immer aggressiver. Die anderen Gäste bekamen Angst. Im Laden herrschte plötzlich Chaos. Da kam der Chef dazu..."

Zwar sagte Kichan B.: "Die hätten mich getötet, wäre die Polizei nicht gekommen", doch der Richter glaubt dem Algerier kein Wort:

"Sie begingen Hausfriedensbruch, Beleidigung und Sachbeschädigung. Herr Özer durfte Sie festhalten", sagte der Richter, der Ahmet Özer freisprach.

Im April 2015 randalierte der Gast Kichan B. im "Ararat".
Im April 2015 randalierte der Gast Kichan B. im "Ararat".
Algerier Kichan B..
Algerier Kichan B..

Fotos: Steffen Füssel, privat


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