Rabenmutter überließ ihren Sohn (9) einem Sexualstraftäter

Der Kinderschänder und Ex-Freund der Angeklagten, Rolf W. (37), sitzt für 
seine Taten schon seit mehreren Monaten im Knast.
Der Kinderschänder und Ex-Freund der Angeklagten, Rolf W. (37), sitzt für seine Taten schon seit mehreren Monaten im Knast.  © Holm Helis

Dresden - Wie kann eine Mutter so etwas nur tun? Annett P. (42) hat sich in einen vorbestraften Sexualstraftäter verliebt - und ihn mit ihrem kleinen Sohn alleine gelassen. Dafür stand die Dresdnerin am Donnerstag vor Gericht.

Die Angeklagte war seit 2013 in einer Beziehung mit Rolf W. (37). Das Makabre: Annett P. wusste sehr wohl, dass sich ihr neuer Freund schon mehrmals an Kindern vergangen hat und deshalb auch schon hinter Gittern saß.

„Sie wurde sogar darüber belehrt, dass sich Rolf W. nicht alleine mit Kindern in einem Raum aufhalten darf“, sagte die Staatsanwaltschaft. Obwohl Rolf W. wusste, wie schwedische Gardinen von innen aussehen, konnte er seine Triebe nicht zügeln.

Mehrmals soll er sich mit Annett P.s Sohn (damals 9) und dessen Cousin ins Kinderzimmer eingesperrt haben. Dort soll er dann widerwärtige „Spiele“ gespielt, vor den Kindern masturbiert, ihnen gesagt haben, dass sie sich selbst und ihm zwischen den Schritt greifen sollen.

Annett P. (42, r.) gestern am Dresdner Amtsgericht.
Annett P. (42, r.) gestern am Dresdner Amtsgericht.  © Ove Landgraf

„Das wird euch guttun“, soll er den Kindern gesagt haben - Annett P. saß im Zimmer nebenan und hat es geschehen lassen.

„Rolf W. hat sich mindestens neun Mal mit dem Sohn der Angeklagten in das Zimmer eingeschlossen“, so die Staatsanwaltschaft. Der Triebtäter wurde dafür schon verurteilt: drei Jahre und acht Monate Knast! Er sitzt bereits (wieder mal) hinter Gittern.

Warum Annett P. das zulassen konnte, blieb bei der gestrigen Verhandlung offen. Die Angeklagte wollte sich nicht öffentlich zu den Vorfällen äußern.

Da Annett P.s finanzielle Lage alles andere als rosig ist und sie (in nicht öffentlicher Sitzung) ein umfangreiches Geständnis abgelegt hatte, kassierte sie gestern eine relativ milde Geldstrafe: 70 Tagessätze zu je 10 Euro muss die Angeklagte blechen.


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