Rechter Terror: "Gruppe Freital" plante noch mehr Anschläge

Maria K. (28) als Angeklagte vor dem Oberlandesgericht.
Maria K. (28) als Angeklagte vor dem Oberlandesgericht.  © DPA

Dresden/Freital - Neue Enthüllungen: Die rechtsextreme „Gruppe Freital“ soll noch weitere Anschläge geplant und dabei auch politische Gegner ins Visier genommen haben. Das berichtet eine Staatsanwältin vor dem Oberlandesgericht.

Konkret bezog sich die Staatsanwältin auf Aussagen von Maria K. (28), der einzigen Frau in der Runde der acht Angeklagten.

Demnach wollte der Terror-Trupp beispielsweise ein Fest der Linken in Freital mit Pyrotechnik angreifen. Die Frauen im Umfeld der Gruppe hätten sich demnach aber dagegen ausgesprochen, weil bei der Aktion auch Kinder hätten verletzt werden können.

Im Prozess selbst schweigt Maria K. Nur Justin S. (19) hatte bisher ausgepackt und Mitangeklagte schwer belastet. Laut Justin S. wurde z.B. auch die Ermordung von Zeugen diskutiert, ebenso ein Anschlag auf das Polizeirevier in Freital oder ein Asylzelt in Dresden.

In dem Prozess wird sieben Männern und einer Frau die Bildung einer terroristischen Vereinigung vorgeworfen. Sie sollen 2015 mehrere Sprengstoffanschläge in Freital und im nahen Dresden verübt und für ein Klima der Angst und Repression gesorgt haben.

Nach Darstellung der Bundesanwaltschaft nahmen sie die Verletzung und Tötung von Menschen in Kauf.


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