Erst pflückten sie Blumen, dann prügelte Lucienne auf ihre Freundin ein

Dresden - Erst setzte es Hiebe, jetzt sind sie wieder unzertrennlich: Wegen "Eifersüchteleien" verdrosch Lucienne S. (40) ihre beste Freundin.

Die gelernte Verkäuferin Lucienne S. (40) kündigte nach dem Urteil an, die Geldstrafe "abarbeiten" zu wollen.
Die gelernte Verkäuferin Lucienne S. (40) kündigte nach dem Urteil an, die Geldstrafe "abarbeiten" zu wollen.  © Holm Helis

Vor dem Amtsgericht musste sich die Arbeitslose den Prügel-Vorwürfen trotzdem stellen - und wurde zu einer saftigen Geldstrafe verurteilt.

An einem Sonntagmittag, Carolin S. (27) war gerade aufgewacht, stürmte Lucienne schreiend in ihre Wohnung. Ohne Vorwarnung ging sie auf ihre eigentlich beste Freundin los.

"Ich habe nicht verstanden, warum. Am Tag davor waren wir noch zusammen Blumen pflücken", erzählte das Prügel-Opfer.

Dann habe Lucienne S. mit beiden Händen auf sie eingeschlagen, sie an den Haaren gezogen. Der Auslöser für den Gewaltausbruch: eine unflätige SMS von Carolin und "Eifersüchteleien".

"Carolin hat ihren Ex-Freund terrorisiert, mit dem ich mich gut verstand. Sie hat ihm sogar die Wäsche von der Leine geklaut", so die Angeklagte. "Deshalb gab es Streit."

Nach der plötzlichen Prügel-Attacke versöhnten sich die Frauen schnell wieder: "Ich bin froh, dass wir uns inzwischen verstehen", sagte Carolin vor Gericht. "Lucy unterstützt mich, versucht es wieder gutzumachen".

Eine Strafe gab's trotzdem: Der Richter verdonnerte Lucienne zur Zahlung von 900 Euro. Auch, weil die gebürtige Freitalerin mit zwei Ecstasy-Tabletten und beim Schwarzfahren erwischt wurde.

Titelfoto: Holm Helis

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